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Tokio 2020 und die Krise : Es steht zu viel auf dem Spiel

Zwischen den Fronten: Die olympischen Spiele 2020 stehen nicht nur im Schatten der Corona-Pandemie. Bild: AP

Covid-19 bedroht Tokio 2020. Doch Japans Premierminister Shinzo Abe braucht Olympia als Symbol des Wiederaufbaus. So blendet er alles aus, was stören könnte.

          5 Min.

          Der japanische Premierminister Shinzo Abe hat ein Problem. Er hat hart dafür gekämpft, dass die Olympischen Spiele 2020 in Tokio stattfinden. Er hat Versprechen gemacht. Das Letzte, was er braucht, ist ein Virus, das es nötig macht, ganze Länder abzuriegeln – oder Journalisten dazu bringt, ihm unbequeme Fragen zu stellen. Seine Kommunikationspolitik ist unentschlossen bis vage. Japans Presse reagiert ungewohnt erregt. Pressekonferenzen geraten zur Farce. Am Dienstag gab es nach einer Videokonferenz der G-7-Staaten erstmals Anzeichen dafür, dass Abe es sich mit einer Verschiebung der Spiele noch einmal überlegt.

          Axel Weidemann

          Redakteur im Feuilleton.

          All das lenkt jedoch von einem anderen Problem ab, das haltbarer sein dürfte als die Pandemie. Es hat mit der Katastrophe von Fukushima zu tun, die Japan am 11.März vor neun Jahren erschütterte, als die Sicherheitsmaßnahmen eines Atomkraftwerks versagten und es zur Kernschmelze kam. Die Eindämmung und die Aufräumarbeiten werden voraussichtlich erst in vierzig Jahren abgeschlossen sein.

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