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Nach Eklat mit Kawusi : Die Show „Chez Krömer“ wird eingestellt

Das war’s, vorerst: Kurt Krömer Bild: dpa

Kaum gerät Kurt Krömer mit seinem Gast Faisal Kawusi final aneinander, teilt der RBB mit: „Chez Krömer“ ist nach sieben Staffeln vorbei. Der Abschied passt.

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          Die Show, in der es zum Eklat kam mit seinem Gast, war die letzte Aus­gabe: „Chez Krömer“, das auf Provokation angelegte Zwiegespräch, mit dem Kurt Krömer seit 2019 für den RBB und die ARD auf Sendung ist, en­det nach sieben Staffeln und 41 Folgen. Das teilte der RBB am Montag mit. Ausgestrahlt wird die letzte Folge am Dienstag um 22.15 Uhr im RBB-Fern­sehen, zu begutachten ist sie auch in der ARD-Mediathek.

          Beleidigungen inklusive

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Zu sehen ist, wie Krömer und sein Gast, der Comedian Faisal Kawusi, heftig aneinandergeraten. Krömer deckt in der ihm eigenen Art Kawusi wegen verschiedener Äu­ßerungen aus der Vergangenheit mit Vorhaltungen (Rassismus) und Beleidigungen („Wir haben nur Arsch­löcher hier, inklusive dir“) ein, fordert ihn zum Gehen auf. Doch Kawusi bleibt sitzen.

          „Heute ist der Tag, wo ich glaube (...), dass ich nach Hause gehe und mal gucke, ob ich das Konzept vielleicht noch mal überdenke“, sagt Krömer daraufhin und – geht selbst.

          Das darf man wohl als Teil der Show und abgekartetes Spiel begreifen. Folgt man der Reaktion in seiner eigenen Show auf dem Kanal Twitch (da sei „dieser H-Sohn“ angekommen und habe sich „als Moralapostel“ hingestellt), scheint Kawusi zumindest nichts gewusst zu haben. Die „Idee ei­nes Verhörs auf kleinstem Raum“, die dank Krömer und des Produzenten Friedrich Küppersbusch „zur großen Show“ geworden sei, wie der RBB fabuliert, ist jedenfalls vorbei.

          Man könnte sagen: besser so. Oder, wie Kurt Krömer es selbst formuliert: „Mir war klar, dass ,Chez Krömer‘ kein Format ist, das ewig laufen wird. Dass es am Ende dann doch 41 Folgen geworden sind, hat mich selbst überrascht. Mein Bedarf an Arschlöchern ist damit gedeckt.“

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