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„Charlie Hebdo“ publiziert : Mohammed wird wieder zur Karikatur

  • Aktualisiert am

Erinnerung an das Attentat vor fünf Jahren: Das Cover des Buches „Wir waren Charlie“ von dem Zeichner Luz (Rénald Luzier). Bild: Verlag Reprodukt

Die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ gibt ihre kritische Linie nicht auf. Anlässlich des Strafprozesses zu dem islamistischen Terroranschlag auf die Redaktion vor fünf Jahren hebt sie abermals Mohammed-Karikaturen ins Blatt.

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          Die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ veröffentlicht anlässlich des Pariser Strafprozesses über den tödlichen Terroranschlag auf die Redaktion abermals Mohammed-Karikaturen. Das Sonderheft mit der Titelzeile „Tout ça pour ça“ (Viel Lärm um nichts) soll am Mittwoch erscheinen, teilte das Blatt auf Twitter mit.

          Am Mittwoch beginnt in Paris der Prozess gegen mutmaßliche Helfer der Anschlagsserie auf „Charlie Hebdo“ und in einem jüdischen Supermarkt im Januar 2015. Insgesamt starben damals 17 Menschen, auch die drei islamistischen Täter wurden erschossen.

          Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin nannte den Prozess historisch. Das Land wird seit Jahren von islamistisch motivierten Terrorakten erschüttert, mehr als 250 Menschen kamen dabei ums Leben.

          „Wir werden niemals kuschen. Wir werden niemals aufgeben“, sagte der „Charlie Hebdo“-Herausgeber und Karikaturist Laurent Sourisseau alias Riss. Demnach bringt das Blatt zwölf Zeichnungen, die ursprünglich im Jahr 2005 von der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ veröffentlicht und ein Jahr später von „Charlie Hebdo“ übernommen wurden. Daneben zeige das neue Heft auch eine Karikatur des islamischen Propheten, die vom Zeichner Cabu stamme, der bei dem Terroranschlag 2015 getötet wurde.

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