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Burda-Verlag : Münchner Geschichten

Christiane zu Salm verlässt den Burda-Konzern Bild:

Diese Demission kommt schnell und überraschend: Christiane zu Salm verlässt zum 1. Dezember den Vorstand des Burda-Konzerns. Ihr Geschäftsbereich soll nun zwischen den Vorständen Philipp Welte und Paul-Bernhard Kallen aufgeteilt werden.

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          Diese Demission kommt schnell und überraschend: Christiane zu Salm verlässt zum 1. Dezember den Vorstand des Burda-Konzerns. Sie hatte im April dieses Jahres den Vorstandsbereich „Crossmedia“ übernommen, in dem sie sich um die Verknüpfung zwischen Burdas Printgeschäft und den digitalen Medien kümmerte. Die Trennung, so heißt es aus Burda-Kreisen, erfolge einvernehmlich, Christiane zu Salm bleibe dem Unternehmen noch ein Jahr lang als Beraterin verbunden, sie soll um die Trennung selbst gebeten haben.

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          „People-Group“ bei Burda aufgebaut

          Dieser Schritt sei eine „sehr persönliche Entscheidung“, die das Unternehmen bedauere, aber akzeptiere, sagte der Verleger Hubert Burda. Christiane zu Salm wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Doch man darf vermuten, dass ihr der Gestaltungsraum bei Burda kleiner erschien als erhofft, zumal im Internet sollte sie für Burda neue Geschäftsfelder erschließen, ihr Geschäftsbereich soll dem Vernehmen nach nun zwischen den Vorständen Philipp Welte und Paul-Bernhard Kallen aufgeteilt werden.

          Welte tritt am 1. Dezember in den Vorstand von Burda ein und übernimmt von dem stellvertretenden Vorstandschef Jürgen Todenhöfer das gesamte Verlagsgeschäft. Todenhöfer verlässt Burda an diesem Mittwoch, an dem er seinen achtundsechzigsten Geburtstag feiert. Der langjährige Burda-Mann Welte war zuletzt oberster Marketingchef bei Springer, zuvor hatte er bei Burda die „People-Group“ aufgebaut, zu der die Zeitschriften „Bunte“ und „Instyle“ gehören. Sein zwischenzeitlicher Wechsel zu Springer war bei Burda allgemein bedauert worden.

          Handy-Fernsehen „Mobile 3.0“ ein Misserfolg

          Christiane zu Salm hat ihre steile Karriere in der Medienbranche mit der Gründung des Kanals 9live gefestigt, den sie in den Jahren 2001 bis 2005 aus dem Sender tm3 heraus entwickelte, zuvor, von 1998 bis 2001, war sie zudem Deutschlandchefin des Musiksenders, sie sitzt im Aufsichtsrat des Schweizer Ringier-Verlags. Für den von Burda geplanten Generationswechsel ist Christiane zu Salms Demission zweifellos ein Rückschlag. Zum Misserfolg ist auch die Plattform für das Handy-Fernsehen „Mobile 3.0“ geraten, an der Burda beteiligt ist. Die Landesmedienanstalten haben das Unternehmen aufgefordert, seine Lizenzen für das mobile Fernsehen zurückzugeben.

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