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Filmemacher Brent Renaud kam in der Ukraine ums Leben (Aufnahme von 2015) Bild: AFP

Beschuss der Russen : Amerikanischer Reporter bei Kiew getötet

  • Aktualisiert am

Bei russischen Angriffen im Kiewer Vorort Irpin ist der amerikanische Journalist Brent Renaud getötet worden. Der Wagen, in dem er und ein verletzter Kollege saßen, sei beschossen worden, sagte ein ukrainischer Arzt.

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          Bei einem Angriff russischer Truppen nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist ein amerikanischer Journalist getötet worden. Ein weiterer amerikanischer Journalist sei bei dem Angriff im Vorort Irpin nordwestlich von Kiew verletzt worden, sagte der Chirurg Danylo Schapowalow, der als Freiwilliger vor Ort im Einsatz war. Reporter der französischen Nachrichtenagentur AFP in Irpin sahen die Leiche des Getöteten. Bei dem Reporter soll es sich nach Angaben des Polizeichefs von Kiew um den Videojournalisten Brent Renaud handeln.

          Weil er ein Presseabzeichen der „New York Times“ trug, war angenommen worden, er habe als Kriegsberichterstatter für die Zeitung gearbeitet.

          Die „New York Times“ teilte ihre Anteilnahme zum Tod des Reporters mit. Doch sei er nicht in ihrem Auftrag unterwegs gewesen. Brent Renaud sei ein begabter Fotograf und Filmemacher gewesen, der über die Jahre, insbesondere 2015, Beiträge für die Zeitung abgeliefert habe. In der Ukraine sei er aber jetzt nicht im Auftrag der „New York Times“ gewesen.

          Dem Mediziner Schapowalow zufolge waren Renaud und sein verletzter Kollege mit einem ukrainischen Zivilisten in einem Auto unterwegs, als der Wagen von Kugeln getroffen wurde. Auch der Zivilist wurde demnach verletzt. Irpin ist seit Tagen Ziel russischer Angriffe, die zahlreiche Verletzte und Tote unter Zivilisten gefordert haben.

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