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Boris Johnson und die BBC : Ist das ein Kulturkrieg?

  • -Aktualisiert am

Auf Sendung für alle im Land: die Zentrale der BBC in London Bild: AFP

Die BBC erlebt schwere Zeiten. Die Regierung von Boris Johnson rückt dem Sender auf den Leib. Angeblich geht es um eine Reform. Doch manche fürchten Schlimmeres.

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          „Zu verdammt groß, zu verdammt allgegenwärtig und zu verdammt mächtig.“ So kennzeichnete Paul Dacre, damals Chefredakteur der „Daily Mail“, einmal die BBC. Im Redetext der Breitseite, die er vor bald fünfzehn Jahren gegen die Rundfunkanstalt feuerte, waren die Worte groß geschrieben. Dacre warf der BBC eine „Art von kulturellem Marxismus“ vor, der den politischen Diskurs verzerre und den Ansichten von Millionen von Gebührenzahlern zuwiderliefe. Mit seiner institutionellen linken Voreingenommenheit unterhöhle der Sender die konservative Gesellschaft und stelle deren Werte auf den Kopf.

          Gina Thomas
          Feuilletonkorrespondentin mit Sitz in London.

          Unter Dacres Chefredaktion schlug die auflagenstarke „Daily Mail“ unablässig in diese Kerbe. Daran hat sich nichts geändert in den gut zwei Jahren, seitdem der Brexit-Anhänger als Herausgeber die Treppe in den Vorstandsvorsitz der Verlagsgruppe hinaufgestoßen wurde. Nun ist er der Wunschkandidat von Downing Street für die Leitung von Ofcom, der Medienaufsichtsbehörde, die den Kommunikationssektor und somit auch die BBC reguliert.

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