https://www.faz.net/-gqz-9ismi

Gefährliche Challenges : Youtube verbietet „Bird Box“-Clips

  • Aktualisiert am

Mit verbundenen Augen in der Öffentlichkeit: Justitia – hier am Düsseldorfer Rathaus – macht vor, wie man Unfälle vermeidet. Bild: Picture-Alliance

Die #BirdBoxChallenge hat Youtube die Augen geöffnet: Das Video-Portal verbietet Anstiftungen, Leib und Leben zu riskieren – und noch einiges mehr.

          Sie laufen mit Augenbinde durch ihr Haus, fahren Rolltreppe oder Auto: Der Thriller „Bird Box“ mit Sandra Bullock hat viele Menschen dazu bewegt, es der Heldin gleichzutun und mit verbundenen Augen durch die Welt zu gehen. Während das in dem Netflix-Film allerdings die einzige Möglichkeit ist, einer tödlichen Bedrohung zu entgehen, bringt es die Leute im wirklichen Leben in Gefahr.

          „Ausgang vorhersehbar“ schreibt die Polizei von Layton im amerikanischen Bundesstaat Utah zu Bildern demolierter Autos auf Twitter: Ein Fahrer hatte an der #BirdBoxChallenge teilgenommen, einer Anstiftung in den sozialen Medien, es nicht nur Sandra Bullock nachzutun, sondern sich dabei auch filmen zu lassen und das Ergebnis zu veröffentlichen.

          Netflix hatte seine Nutzer schon Anfang des Jahres vor Verletzungen gewarnt und dazu aufgefordert, damit aufzuhören. Jetzt hat Youtube die Veröffentlichung entsprechender Videos verboten. „Auch wenn es unfair erscheint, das Posten von bestimmten Inhalten nicht zu gestatten, weil dies Zuschauer zu bestimmten Aktionen verleiten könnte, ziehen wir doch eine Grenze bei Inhalten, die Gewalt provozieren oder zu gefährlichen oder illegalen Handlungen aufrufen, bei denen ein Risiko für Leib und Leben besteht“, schreibt das Video-Portal in einer neuen Richtlinie.

          Anleitungen zum Bombenbau, Streiche, bei denen die Opfer sich bedroht fühlen oder Drogenkonsum zählt Youtube zu den künftig verbotenen Inhalten, will für Aufnahmen zu „primär pädagogischen, dokumentarischen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Zwecken“ jedoch eine Ausnahme machen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Mitglieder und Freiwillige der ukrainischen Bürgerinitiative „Widsitsch“ am Samstag auf dem Majdan in Kiew

          Präsidentenwahl in der Ukraine : Die letzte Chance gegen den „Magier“

          Am Tag vor der Stichwahl um das Präsidentenamt ist das Wahlkämpfen verboten. Doch die Aktivisten von „Widsitsch“ stehen trotzdem auf dem Majdan – um zu „informieren“. Sie versuchen, dem „Komiker“ Selenskyj doch noch Wähler abzujagen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.