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Bezahlte Beiträge : Wikipedia wirft Autoren raus

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Gegen werbetreibende Sockenpuppen: Wikipedia-Chefin Sue Gardner Bild: dpa

Die Wikimedia-Stiftung geht gegen Autoren der Online-Enzyklopädie vor, die für Einträge im englischsprachigen Teil Geld kassiert haben könnten.

          Wikipedia untersucht Fälle von bezahlter Manipulation von Artikeln. Der Online-Enzyklopädie wird vorgeworfen, Einträge auf ihrer Website zu veröffentlichen, die von sogenannten „Sockenpuppen“ verfasst worden sind. So bezeichnet man im Netz-Jargon Autoren, die im Internet unter falschen Online-Identitäten unterwegs sind.

          Wie die Geschäftsführerin der Wikimedia-Stiftung in San Francisco, Sue Gardner, am Montag im Wikipedia-Blog meldete, „sieht es derzeit so aus, als wären einige Autoren – möglicherweise bis zu mehreren hundert – für Wikipedia-Einträge bezahlt worden, die für Organisationen oder Produkte werben“ und somit gegen die Nutzungsbedingungen der Wikipedia verstoßen. Mehr als 250 Nutzerprofile seien gesperrt oder von der Seite verbannt worden. Die betreffenden Einträge hat die Wikimedia-Stiftung noch nicht benannt.

          Cathrin Schoneville, Pressesprecherin der Wikimedia Deutschland, sagte im Gespräch mit dieser Zeitung, die Sperre von Nutzerkonten beziehe sich zunächst ausschließlich auf die englischsprachige Version des Online-Nachlagewerks, weitere Sprachen seien bisher nicht betroffen. Von deutscher Seite gebe es aber großes Interesse, für Transparenz im Netz zu sorgen und gegen bezahlte Autoren vorzugehen. So sei mit diesem Ziel Anfang des Jahres das WikiProjekt „Grenzen der Bezahlung“ initiiert worden.

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