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Florence Kasumba : Superheldin aus dem Pott

Florence Kasumba sticht heraus, vor der Kamera, auf der Bühne oder bei der Europapremiere von „Black Panther“. Bild: Getty

Florence Kasumba begann im Musical, dann wurde das amerikanische Kino auf sie aufmerksam, und bald spielt sie im „Tatort“. Eine Begegnung.

          5 Min.

          Präsenz – wenn ein Wort den Auftritt von Florence Kasumba fasst, dann dieses. Wo sie erscheint, ist die Schauspielerin unübersehbar, eine Kraft im Raum, an der keiner so leicht vorbeikommt. Ihre Bewegungen entspringen der elastischen Grundanspannung eines Menschen, der seinen Körper von Kind an in Tanz- und Kampfsporttraining kultiviert hat; die Haare sind kurz geschoren, ihr Blick ist ruhig, konzentriert und klar. Florence Kasumba sticht heraus, vor der Kamera, auf der Bühne oder im Café eines Hotels in Charlottenburg, das mit leicht angestaubtem West-Berlin-Charme glänzt. Die Einundvierzigjährige trägt schwarzes Jackett zur schwarzen Hose und wuchtige Doc-Martens-Stiefel, ein grüner Stein ziert ihre Halskette. Sie bestellt ein stilles Wasser und sagt sehr schlicht auf die Frage, wie sie sich selbst am liebsten vorstelle: „Hi, ich bin Florence. Ich komme aus Essen und lebe in Berlin.“ Unprätentiös ist das zweite Wort, das zu ihr passt.

          Ursula Scheer

          Redakteurin im Feuilleton.

          Aber dann lacht sie schon, weil sie weiß, wie solch ein Kennenlernen fast unvermeidlich weitergeht, denn „dann kommt oft die Frage: Wo kommst du wirklich her?“. Die Geschichte ihrer Herkunft sei so „unspektakulär“, sagt sie, dass sie in wenigen Sätzen abgehakt werden kann. Florence Kasumba wurde in Uganda geboren, doch ihre Eltern, die in Deutschland ihre Ausbildung gemacht hatten, zogen des Berufs wegen ins Ruhrgebiet. Dort wuchs ihre Tochter auf, dort fühlt sie sich verwurzelt, als echte „Ruhrpottpflanze“ – die international Karriere machte und bald in Deutschland das ganz große Fernsehpublikum finden wird.

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