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Diana-Skandal : BBC zahlt Entschädigung an Produzenten

Am 20. November 1995 gab Prinzessin Diana dem BBC-Journalisten Martin Bashir ein legendäres Interview. Bild: dpa

Nach dem spektakulären Diana-Interview des BBC-Reporters Martin Bashir meldete der Produzent der Sendung bei seinen Chefs Zweifel an. Daraufhin wurde Mark Killick verleumdet und gefeuert. 27 Jahre später zahlt ihm die BBC eine Entschädigung.

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          Im Zusammenhang mit dem Betrug, durch den sich der BBC-Reporter Martin Bashir einst das berühmte Interview mit Prinzessin Diana erschlich, hat der Sender eine weitere Entschädigungszahlung geleistet. Die BBC einigte sich mit dem früheren Produzenten der Sendung „Panorama“, Mark Killick, auf einen signifikanten Betrag. Medienberichten zufolge beläuft er sich auf 50.000 Pfund.

          Gina Thomas
          Feuilletonkorrespondentin mit Sitz in London.

          Killick hatte seine Vorgesetzten nach der Ausstrahlung des Interviews im November 1995 darauf aufmerksam gemacht, dass mit Kontoauszügen, die Bashir einsetzte, um das Vertrauen von Prinzessin Diana zu erlangen, etwas nicht stimme. Ba­shir hatte die Dokumente von dem Grafiker Matt Wiessler fälschen lassen. Innerhalb von 24 Stunden verlor Killick damals seine Stelle. Er wurde beschuldigt, er verhalte sich illoyal und schwärze Bashir aus Eifersucht an. Gegenüber Lord Dyson, dem Verfasser einer eingehenden Untersuchung von Bashirs Methoden und der Versuche der BBC, diese zu verschleiern, warf Killick der BBC institutionelle Vertuschung und Rufmord an denen vor, die die Wahrheit zu sagen suchten.

          Die BBC hat sich jetzt vorbehaltlos für die Diffamierung Killicks entschuldigt. Zuvor hatte der Sender den von Bashir ebenfalls hinters Licht geführten Matt Wiessler und Patrick Jephson, den einstigen Privatsekretär Prinzessin Dianas, entschädigt, der auch durch die Lügen des Journalisten in Misskredit gebracht worden war.

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