https://www.faz.net/-gqz-8mpgk

BBC-Recherche : Syrische Flüchtlingskinder arbeiten offenbar in türkischen Fabriken

  • Aktualisiert am

Zwölf Stunden täglich unter unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen: Verdeckte Recherchen aus der Türkei sollen die Arbeitsbedingungen syrischer Flüchtlingskinder zeigen. Händler reagieren alarmiert.

          1 Min.

          In der Türkei arbeiten einem Bericht des britischen Senders BBC zufolge syrische Flüchtlingskinder zum Teil zwölf Stunden lang in Fabriken bei geringem Lohn und unter unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen. Sie müssten Kleidung für Einzel- und Onlinehändler wie Marks & Spencer (M&S) und ASOS fertigen, hieß es in einem TV-Beitrag, der am Montagabend gesendet werden sollte. Aus den verdeckten Recherchen geht laut einem Vorabbericht im Internet hervor, wie sie Jeans mit Hilfe von Chemikalien ohne ausreichenden Schutz bearbeiten.

          Vertreter von M&S, ASOS und Mango zeigten sich besorgt. M&S und Mango erklärten, bei früheren Kontrollen sei kein Hinweis auf eine Beschäftigung von Flüchtlingen oder Kindern gefunden worden. Eine ASOS-Sprecherin sagte, man werde erst nach der Ausstrahlung des Beitrags Stellung nehmen. Die Vorwürfe würden jedoch „unglaublich ernst“ genommen.

          In der Türkei leben etwa drei Millionen syrische Flüchtlinge. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im Juli Belege dafür veröffentlicht, dass geflohene syrische Kinder in der Türkei in Kleiderfabriken arbeiten mussten.

          Weitere Themen

          Geheimnis und Stigma

          Schulpolitik in Berlin : Geheimnis und Stigma

          Der rot-grüne-rote Senat will künftig nicht mehr über den Anteil von Schülern informieren, die zuhause kein Deutsch sprechen. Offenbar sollen die Bürger für dumm verkauft werden.

          Topmeldungen

          Mit Index: Bettina Jarasch (links, Bündnis 90/Die Grünen), Franziska Giffey (SPD) und Katina Schubert (Die Linke) stellen die Pläne der Berliner Koalition vor.

          Schulpolitik in Berlin : Geheimnis und Stigma

          Der rot-grüne-rote Senat will künftig nicht mehr über den Anteil von Schülern informieren, die zuhause kein Deutsch sprechen. Offenbar sollen die Bürger für dumm verkauft werden.