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Neuer BBC-Skandal : Kleider eines ermordeten Mädchens verschwunden

  • -Aktualisiert am

Das Interview mit Prinzessin Diana war für ihn ein großer Coup: Martin Bashir. Bild: AP

Die BBC hat wegen ihres einstigen Skandal-Reporters Martin Bashir neuen Ärger. Für eine Sendung, die nie lief, lieh er sich bei einer Familie die Kleidung der ermordeten Tochter aus. Nun sucht die Polizei danach.

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          Die BBC hat sich für den Verlust von Kleidern entschuldigen müssen, welche die Mutter eines ermordeten Mädchens dem Journalisten Martin Bashir 1991 geliehen hatte. Der inzwischen wegen der unlauteren Methoden bei der Beschaffung des „Panorama“-Interviews mit Prinzessin Diana in Ungnade gefallene BBC-Journalist wollte die Kleider für eine Dokumentarsendung auf DNA-Spuren untersuchen lassen.

          Gina Thomas
          Feuilletonkorrespondentin mit Sitz in London.

          Karen Hadaway war eine von zwei neunjährigen Schülerinnen, die 1986 vergewaltigt und getötet worden waren. Der im Mordprozess Angeklagte wurde 1987 in einem ersten Verfahren freigesprochen. Dreißig Jahre später wurde er für schuldig befunden. Bei der geplanten BBC-Sendung, die nie gesendet wurde, sollte es um die Irrtümer gehen, die dem ursprünglichen Freispruch zugrunde lagen. Das Fehlen der Kleider wurde 2004 festgestellt, als die Polizei im Rahmen neuer Ermittlungen die Kleidungsstücke abermals untersuchen wollte.

          Den Fall hat die Mail on Sunday aufgedeckt. Die Zeitung berichtet, dass Prinzessin Dianas Bruder, Charles Spencer, den Bashir ebenfalls hinters Licht geführt hatte, der Mutter der Ermordeten in ihrer Wahrheitssuche unterstütze. An diesem Dienstag soll BBC-Generaldirektor Tim Davie vom parlamentarischen Kulturausschuss dazu befragt werden. Der Daily Telegraph berichtet außerdem, dass die BBC im Begriff sei, dem ehemaligen Kindermädchen der Prinzen William und Harry eine sechsstellige Entschädigung für verunglimpfende Behauptungen zu zahlen, die Ba- shir in die Welt setzte, um das Vertrauen von Prinzessin Diana zu gewinnen.

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