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Öffentlicher Sender spart : Britische BBC streicht 450 Stellen

  • Aktualisiert am

Sparen und ins Digitale investieren: Das ist der neue Kurs der BBC. Bild: Reuters

In Deutschland redet der öffentlich-rechtliche Rundfunk vom Sparen, in Großbritannien gibt es Einschnitte. Die BBC streicht 450 Stellen und hofft, achtzig Millionen Pfund reinzuholen. Sie will auch investieren - ins Digitale.

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          Die britische Rundfunkanstalt BBC will bis 2022 rund 450 Stellen im Nachrichtenjournalismus abbauen. Das gab die BBC am Mittwoch auf ihren eigenen Kanälen bekannt. Die öffentlich-rechtliche Anstalt erhofft sich dadurch, achtzig Millionen Pfund an Ausgaben einzusparen. Insgesamt beschäftigt die BBC rund sechstausend Mitarbeiter.

          Betroffen sein sollen insbesondere die Fernsehsendung „Newsnight“, der Radiosender 5 Live und die „Victoria Derbyshire Show“, die tägliche Debattensendung der gleichnamigen Moderatorin. Stellen sollen aber auch im Programm „World Update“, den Morgennachrichten des weltweiten Fernsehnachrichtensenders BBC World, abgebaut werden.

          Fran Unsworth, Direktor der Nachrichtenabteilung der BBC, begründete die Entscheidung mit dem veränderten Zuschauerverhalten. Er sagte: „Wir müssen BBC News in den nächsten fünf bis zehn Jahren in einer Weise umgestalten, die einen substantiellen Geldbetrag einspart. Wir geben zu viele Mittel für traditionelle lineare Sendungen und zu wenig für das Digitale aus.“ Man müsse sicherstellen, dass die BBC die Nachrichtenorganisation bleibe, „der weltweit das größte Vertrauen entgegengebracht wird“.

          Die BBC wird ähnlich wie ARD, ZDF und Deutschlandradio über Beiträge finanziert. Premierminister Boris Johnson hatte im vergangenen Dezember eine mögliche Abschaffung der BBC-Gebühr in die Debatte geworfen.

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