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Bayerischer Fernsehpreis : Otto macht trotzdem weiter!

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Als Bundespräsident noch ohne Bart: Kai Wiesinger erhielt den „Blauen Panther“ für seine Darstellung des Christian Wulff in „Der Rücktritt“ Bild: dpa

Der „Blaue Panther“ zählt zu den wichtigen Preisen der deutschen Fernsehbranche. Bei der diesjährigen Verleihung gab es große Worte, viele waren ergriffen. Nur der Ehrenpreisträger fehlte.

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          In München ist am Freitagabend der Bayerische Fernsehpreis vergeben worden. Der Schauspieler Kai Wiesinger wurde für seine Rolle des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff in dem Sat.1-Film „Der Rücktritt“ mit einem „Blauen Panther“ geehrt. Julia Koschitz bekam den Preis als beste Schauspielerin in einem Fernsehfilm für ihre Rolle in dem ZDF-Film „Pass gut auf ihn auf“. Gisela Schneeberger wurde für ihre Rolle in der BR-Serie „Im Schleudergang“ in der Kategorie Serien ausgezeichnet. Sie schob ihren Erfolg eher auf ihr vergleichsweise bescheidenes Outfit: „Immer, wenn ich kein Wallekleid anhabe, gewinne ich einen Preis“, sagte sie.

          Den Preis für den besten Schauspieler in einer Serie nahm Alexander Held für seine Rolle als Kommissar in der ZDF-Serie „München Mord“  in Empfang. Er widmete den Preis in einer anrührenden Dankesrede seiner Frau Patricia, der er kürzlich ein rotes Kleid auf ihre „letzte Reise“ habe mitgeben müssen.

          Was man sonst im Fernsehen nicht sieht

          Der Moderator Kai Pflaume wurde im Münchner Prinzregententheater für die von ihm erdachte ARD-Reihe „Zeig mir Deine Welt“ geehrt. In dieser begleitet er Menschen mit Down-Syndrom. „Damit gelingt es Kai Pflaume, sich dem wichtigen Thema Menschen mit Behinderung auf völlig neue Weise zu nähern“, urteilte die Jury. „So entstehen Situationen und Geschichten, wie man sie im Fernsehen selten sieht.“ Pflaume gab seinen Preis ebenso wie die 10.000 Euro Preisgeld an seine sechs Protagonisten ab.

          Preise gab es zudem für die ZDF-Satire „Lerchenberg“ und die Jury der ProSieben/Sat.1-Show „Got to Dance“. Ebenso für den ARD-Film „Willy Brandt - Erinnerungen an ein Politikerleben“, den  n-tv-Mehrteiler „Von Spreewaldgurken bis FKK - Die DDR privat“ und den Münchner „Polizeiruf. Der Tod macht Engel aus uns allen“. Der Kameramann Gero Steffen wurde für den Dortmunder „Tatort. Auf ewig dein“ ausgezeichnet, der Regisseur Friedemann Fromm für die ARD-Serie „Weißensee“ und der Autor Ralf Blasius für die ZDF-Dokumentation „Terra X: Expedition Deutschland - Eine Zeitreise durch 500 Millionen Jahre“.

          Der Journalist Thomas Liesen bekam einen Preis für seinen ARD-Film „Leben, lieben, vergessen - Alzheimer mit 40“. Die Auszeichnung überreichte ihm der Ehemann seiner erkrankten Protagonistin. Viele im Publikum waren zu Tränen gerührt.

          Der Ehrenpreisträger nahm nicht an der Preisverleihung teil. Otto Waalkes, der als „Urgestein der deutschen Fernsehunterhaltung“ ausgezeichnet wurde, stand stattdessen in Zwickau auf der Bühne. Für ihn nahm sein langjähriger Freund Willy Bogner den Preis entgegen und verlas „einen herzlichen Gruß von Otto“: „Auch wenn mir ein Preis für mein Lebenswerk verliehen wird - ich mache trotzdem weiter.“

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