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Ehemaliger Präsident Amerikas : Die Obamas werden Netflix-Produzenten

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Verdingen sich nun bei Netflix: Der ehemalige amerikanische Präsident Barack Obama (l.) und seine Frau Michelle (Bild aus dem Jahr 2016) Bild: AP

Barack und Michelle Obama arbeiten bald für den Streamingdienst Netflix. Offenbar wollen sie dort Themen unterbringen, die ihnen auch während der Präsidentschaft wichtig waren. Um Donald Trump soll es nicht gehen.

          Der ehemalige amerikanische Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle haben mit dem Videostreamingdienst Netflix eine umfangreiche Kooperation abgeschlossen. Sie umfasst die Produktion von Filmen, Serien und Dokumentationen, teilte Netflix mit. Über das finanzielle Volumen der Zusammenarbeit wurde nichts bekannt.

          Über das Vorhaben war bereits seit längerem spekuliert worden. Die „New York Times“ hatte im März zuerst darüber berichtet. Darin hatte es geheißen, maßgebliche Themen der Produktionen könnten die Felder sein, die Obama auch als Präsident am Herzen gelegen hätten. Dazu gehörten etwa die Gesundheitspolitik, das Thema Einwanderung oder das Wahlrecht.

          Die Zeitung hatte Obama so zitiert, dass die weltweite Plattform nicht für eine Auseinandersetzung mit seinem Nachfolger Donald Trump oder für Tagespolitik genutzt werden solle. Die Obamas gründeten für die Kooperation eine Produktionsfirma mit dem Namen Higher Ground. Das lässt sich mit „Eine höhere Ebene“ übersetzen. Es kann auch auf die Präsidentschaft Trumps gemünzt gelesen werden.

          Barack Obama erklärte in einer Stellungnahme, er hoffe sehr darauf, mit Michelle die vielen talentierten, kreativen und inspirierenden Stimmen fördern zu können, die ein besseres gegenseitiges Verständnis zwischen Menschen unterstützten. „Wir wollen ihnen helfen, ihre Geschichten mit der ganzen Welt zu teilen.“

          Michelle Obama sagte: „Barack und ich haben immer an die Macht des Geschichtenerzählens geglaubt – um uns zu inspirieren und unser Denken über die Welt zu verändern.“

          Die Obamas haben sich nach ihrem Abschied aus dem Weißen Haus öffentlich sehr zurückgehalten. Sie leben zwar weiterhin in der Hauptstadt Washington, sind dort aber kaum zu sehen.

          Netflix ist mit etwa 125 Millionen Abonnenten (1. Quartal 2018) der größte Videostreamingdienst der Welt. Er bietet unter anderem erfolgreiche Serien wie „House of Cards“, „Orange is the new black“, „Narcos“, „Stranger Things“ oder „The Crown“ an.

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