https://www.faz.net/-gqz-9cxdi

Bann gegen Hassrede : Spotify nimmt Alex Jones aus dem Programm

  • Aktualisiert am

Alex Jones bei einer Unterstützungsaktion für Donald Trump Bild: Reuters

Der Streamingdienst Spotify nimmt Podcast des rechten Trump-Unterstützers und Verschwörungstheoretikers Alex Jones aus seinem Angebot

          Nachdem die Kritik auch beim Spotify immer lauter wurde, hat der Streamingdienst nun Teile des umstrittenen Podcasts des US-Verschwörungstheoretikers Alex Jones aus seinem Angebot genommen. In einer Stellungnahme erklärte das schwedische Unternehmen: „Wir nehmen Beschwerden über Hass-Inhalte ernst und überprüfen jede Podcast-Folge oder jeden Song, der von unserer community gemeldet wird."

          Seit mehreren Tagen war Jones' Show „Infowars“ als Podcast bei Spotify verfügbar. Daraufhin hatten sich reihenweise Nutzer direkt an das Unternehmen gewandt und sich beschwert. Auch über die sozialen Netzwerke waren Proteste laut geworden. Das Unternehmen reagierte umgehend: Bestimmte Episoden seien gelöscht worden, da sie die Richtlinien des Streamingdienstes verletzten, heißt es.

          In der vergangenen Woche hatte die Videoplattform YouTube vier „Infowars“-Videos wegen Hassrede und der Gefährdung von Kindern gesperrt. Der YouTube-Kanal von Jones hat mehr als 2,4 Millionen Abonnenten. Auch Facebook hatte Jones hernach zeitweise von seiner Plattform verbannt und einige seiner Videos gelöscht. Für ihn herrscht derzeit Postingverbot.

          In der Vergangenheit hatte Jones unter anderem verbreitet, dass
          die US-Regierung an den Anschlägen am 11. September 2001 in New York beteiligt gewesen sei. Auch behauptete er, dass der Amoklauf an der Sandy Hook High School von Schauspielern inszeniert worden oder dass der Klimawandel ein Mythos sei.

          Weitere Themen

          Das ist krass

          FAZ Plus Artikel: Videoportal Youtube : Das ist krass

          Jugendliche holen sich ihre Informationen nicht bei klassischen Medien, sondern bei Youtube und anderen sozialen Medien. Wie anfällig diese für Demagogie sind, zeigt die Kampagne gegen eine EU-Richtlinie.

          The man who wanted to rocket to success Video-Seite öffnen

          FAZ Plus Artikel: Wernher von Braun : The man who wanted to rocket to success

          Wernher von Braun is regarded as the father of space travel, the ingenious designer of the rockets Americans used to fly to the moon 50 years ago. But is this legend really true? The beginning of his career provides cause for doubt.

          Topmeldungen

          EU und der Brexit : Zieh’ Du zuerst!

          Wie reagiert die EU auf das Brexit-Chaos in London? Schon in der Vergangenheit hat man in Brüssel auf die Strategie gesetzt, lieber nicht den ersten Schritt zu machen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.