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„Assassin’s Creed“-Produzent : Ubisoft gibt Notre-Dame-Spiel frei und spendet

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Nur eine „künstlerische Vision“: die virtuelle Rekonstruktion von Notre-Dame in „Assassin’s Creed – Unity“ Bild: Ubisoft

Für das Computerspiel „Assassin’s Creed“ hat Ubisoft Notre-Dame virtuell rekonstruiert. Jetzt gewährt das Unternehmen freien Download, spendet für den Wiederaufbau – und warnt vor einer Unterstützung, über die bereits spekuliert wird.

          Man könnte die Genauigkeit, mit der der Computerspielproduzent Ubisoft in seiner Reihe „Assassin’s Creed“ historische Szenen wieder auferstehen lässt, fast Detailverliebtheit nennen. Durch Florenz und Venedig in der Zeit der Renaissance, London zur Zeit der Industriellen Revolution oder das alte Ägypten unter der Herrschaft Kleopatras haben sich die Spieler bereits gearbeitet, während Pädagogen über den Einsatz der Animationen zu Bildungszwecken nachdachten und der Hersteller für das Spiel geschaffene Bereiche sogar als „interaktives Open-World-Museum“ anpreist.

          Nach dem Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame am Montagabend hat sich Ubisoft jetzt entschieden, die „Assassin’s Creed“-Folge aus dem Jahr 2014 für eine Woche kostenlos zum Download anzubieten, in der Paris der Schauplatz ist: zur Revolutionszeit. Neben einer „Bastille-“ und einer „Guillotine-Edition“ hatte des Unternehmen damals eine eigene „Notre-Dame-Version“ auf den Markt gebracht: der Kirchenbau ist Schauplatz – und kann im Spiel auch schlicht besichtigt werden.

          Damit wolle Ubisoft jedermann die Gelegenheit geben, die Erhabenheit und Schönheit von Notre-Dame auf die beste für das Unternehmen erdenkliche Art kennenzulernen. Zusätzlich hat Ubisoft eine Spende von 500.000 Euro für den Wiederaufbau angekündigt – und die Spieler aufgerufen, ebenfalls zu spenden.

          Womöglich, wird spekuliert, könnte der Computerspielehersteller auch auf andere Weise beim Wiederaufbau helfen: indem er die Daten zur Verfügung stellt, die er für die virtuelle Rekonstruktion des Gebäudes genutzt hat. Derzeit sei Ubisoft nicht in die Rekonstruktion von Notre-Dame einbezogen, sagte ein Sprecher nach einem Bericht des „Guardian“, das Studio wäre aber mehr als glücklich, mit seiner Expertise auf jede erdenkliche Weise zu den Bemühungen beizutragen. Man müsse aber berücksichtigen, dass die Kathedrale im Spiel nicht nach Kriterien wissenschaftlicher Genauigkeit programmiert worden sei, sondern unter künstlerischen Gesichtspunkten.

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