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ARD und ZDF : Gefälschte Beitragsrechnungen

Ein Muster der echten Zahlungsaufforderung zum Rundfunkbeitrag Bild: Archiv

Seit einigen Tagen sind gefälschte Zahlungsaufforderungen des „Beitragsservices“ im Umlauf. Sie sind täuschend echt. Doch an einem Merkmal kann man sie erkennen.

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          Dass ARD und ZDF den Gebührenzahlern den Rundfunkbeitrag für ein Quartal erlassen, kann man sich kaum vorstellen. Und so ist es auch. Und an der vermeintlichen Großzügigkeit kann man die Fälschungen erkennen, die gerade im Umlauf sind: Betrüger verschicken gefälschte Zahlungsaufforderungen unter dem Briefkopf des „Beitragsservices“ der Öffentlich-Rechtlichen, der früher GEZ hieß.

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          In dem Betrüger-Schreiben würden die Adressaten aufgefordert, „den Betrag in Höhe von 161,82 Euro bis zum 31.12.2013 für das Jahr 2014 zu überweisen,“ warnt der Beitragsservice auf seiner Website. Die Aktion sei frei erfunden, das Schreiben sei gefälscht. Die angegebene Kontonummer gehöre nicht zum Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Auch würden falsche Beitragsnummern angegeben. Layout, Farbe und Machart allerdings seien von den Original-Anschreiben nur schwer zu unterscheiden.

          Ignorieren und melden

          Wer das gefälschte Schreiben in seine Briefkasten finde, solle es ignorieren „und es im besten Falle dem Beitragsservice melden“. Habe man den Betrag schon überwiesen, gelte es, sich sofort an seine Bank zu wenden. In einigen Fällen seien die Summen schon an Beitragszahler zurücküberwiesen worden, weil das zur Zahlung angegebene Konto gesperrt worden sei. Gegen die unbekannten Betrüger wurde Strafanzeige gestellt. Informieren können sich Betroffene beim Beitragsservice telefonisch unter 0800/7447441, unter der Faxnummer 069/155-3369 oder per E-Mail beim beitragsservice@hr.de.

          Die Fälschungen seien in den vergangenen Tagen vor allem in Hessen aufgetaucht, teilt auf der Webseite des Hessischen Rundfunks Christine Strathmann von der HR-Abteilung Beitragsservice mit. Anders als frühere Fälschungen seien die jetzigen an regulär gemeldete Beitragszahler gerichtet, die Betrüger scheinen also über die entsprechenden Daten zu verfügen.

          Kenntlich machen sich die Betrüger, wie gesagt, durch ihre vermeintliche Rabattaktion, die auf den gefälschten Schreiben als „Beitragsaktion Rundfunkgebühren 2014“ annonciert wird. Die geforderten 161,82 Euro entsprechen dem Rundfunkbeitrag von einem Dreivierteljahr, für drei Monate fordern die Betrüger keinen Tribut. Im März dieses Jahres hatte es schon einmal eine Fälschungsaktion dieser Art gegeben.

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