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EM-Berichterstattung : ARD und ZDF fliegen Privat-Jet

Ein EM-taugliches Modell? (Illustrationsfoto) Bild: dpa

ARD und ZDF haben eine stattliche Truppe zur EM geschickt, um immer nah an der Nationalmannschaft dran zu sein. Logistisch ist das nicht leicht zu bewerkstelligen – doch die Sender haben eine schicke Lösung gefunden.

          Wenn die deutsche Nationalmannschaft heute bei der Fußball-Europameisterschaft zur Partie gegen Nordirland im Pariser Prinzenpark-Stadion antritt, um möglichst sicher ins Achtelfinale einzuziehen, wird sie von einer anderen Mannschaft abermals tatkräftig unterstützt: von der Truppe der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, die für die Übertragung der Spiele der Deutschen und - bis auf sechs Ausnahmen, die bei Sat1 laufen - auch alle anderen Partien der Europameisterschaft zuständig ist.

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Zu den Spielen der Nationalelf reist dabei eine bis zu dreißig Personen umfassende Gruppe hin und her - vom Trainingslager in Évian zum jeweiligen Spielort und wieder zurück.

          Zweckdienlich und kostengünstig?

          Damit das möglichst schnell geht und die öffentlich-rechtlichen Kolleginnen und Kollegen auch im Morgenfernsehen wieder vor Ort von der Atmosphäre in Évian berichten können, nehmen die Rundfunkleute das Flugzeug. Um genau zu sein: Sie fliegen mit einem eigens für sie zu diesem Zweck angemieteten Charterjet, mit Anstalts-Airways sozusagen.

          Ob das eine zweckdienliche und kostengünstige Lösung ist, wollten wir wissen. Der WDR sagt, als der für die technische Koordination von ARD und ZDF bei der EM zuständige Sender: Ja, ist es.

          Es müsse schnell gehen, in der Maschine der Nationalelf sei kein Platz, mit dem Zug oder mit einem anderen Verkehrsmittel seien die Kollegen nicht wieder rechtzeitig an Ort und Stelle und die Kosten hielten sich in Grenzen. Wo diese Grenze liegt, ist nicht zu erfahren. Wir wissen nur: Das französische Évian liegt schon fast in der Schweiz.

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