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ARD-Film über Merkel : Schicksalstage einer Kanzlerin

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Dreharbeiten in Berlin: Angela Merkel (Imogen Kogge) auf dem Weg zur Limousine. Bild: obs

Als 2015 Millionen Flüchtlinge aus Syrien nach Europa fliehen, entscheidet sich die Bundeskanzlerin gegen die Schließung deutscher Grenzen – die 63 Tage bis zu diesem Entschluss wurden nun verfilmt.

          In Berlin sind die Dreharbeiten für die ARD-Produktion „Die Getriebenen“ nach Motiven des gleichnamigen Sachbuchbestsellers von Robin Alexander zu Ende gegangen. Das teilte die Pressestelle des Senders am Mittwoch in München mit. Auf Fakten basierend, habe Stephan Wagner für den Film die „spannenden 63 Tage“ im Sommer 2015 rekonstruiert, bevor Kanzlerin Angela Merkel ihre Schlüsselentscheidung in der Flüchtlingspolitik fällte. Geblickt werde in die Hinterzimmer der Mächtigen, die vor allem eins seien: „Getriebene, die zerrieben werden zwischen politischem Druck und dem atemlosen Tempo der sich überschlagenden Ereignisse.“

          Die Hauptrollen spielen Imogen Kogge (Angela Merkel), Josef Bierbichler (Horst Seehofer), Wolfgang Prengler (Thomas de Maiziere), Tristan Seith (Peter Altmaier), Timo Dierkes (Sigmar Gabriel) und Radu Banzaru (Viktor Orban). Das Drehbuch stammt von Florian Oeller. Im Zentrum des Geschehens steht laut Mitteilung die Bundeskanzlerin. Dabei habe der Film den Duktus eines Politthrillers, sei jedoch auch ein Porträt von Merkel im Rückblick auf einen Wendepunkt ihrer Amtszeit. Einen Ausstrahlungstermin gebe es noch nicht.

          „Aktuelle Zeitgeschichte hautnah“

          In der Nacht vom 4. auf den 5. September machten sich Tausende Flüchtlinge von Budapest zu Fuß auf den langen Weg zur österreichischen Grenze. Die meisten von ihnen wollten weiter nach Deutschland. Unter dem Eindruck der dramatischen Bilder entschied die Kanzlerin, eine Notlage zu erklären und die Menschen aus Ungarn einreisen zu lassen. Dieses Ereignis markierte eine Zeitenwende für Deutschland.

          Regisseur und Produzent Stephan Wagner sagt zum Film, sein Ansatz sei, „Zusammenhänge von Politik und Gesellschaft mit Schauspielern in Rollen von Personen aktueller Zeitgeschichte hautnah, menschlich nachvollziehbar, zugleich emotional spannend und sachlich akkurat mit den Mitteln der Fiktion darzustellen“.

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