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Arbeitsklima bei der „Bild“ : Ins Gefecht mit Julian Reichelt

  • -Aktualisiert am

Julian Reichelt, 2017 im Newsroom der „Bild“-Zeitung in Berlin. Bild: dpa

Der „Bild“-Chefredakteur tut gerne so, als gäbe es in seiner Redaktion eine lebendige Debattenkultur. „Bild“-Mitarbeiter erzählen eine andere Geschichte.

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          Seit Julian Reichelt „Bild“-Chefredakteur ist, hat sich der Kurs des Blattes verändert. Es ist wieder lauter und aggressiver geworden. Politische Themen und Kriminalität dominieren die Titelseite und die wichtigen Seiten 2 und 3. In ihre großen Schlagzeilen gießt „Bild“ häufig das, was für Kopfschütteln oder, noch besser, für Wut sorgen kann.

          Vor allem aber hat Julian Reichelt einen anderen Fokus gesetzt: Er brachte die Politisierung zurück ins Blatt. Und mit ihr ein Weltbild wie zu Zeiten des Kalten Krieges. USA – gut. China – böse. NATO – gut. Russland – böse. Differenzierungen sind kaum zu erkennen. In „Bild“, wo traditionell noch nie viel Patz für Grautöne war, herrscht jetzt noch mehr Schwarz und Weiß. Dazu passt eine Neuerung bei den Kommentaren, die Julian Reichelt eingeführt hat: „Das meint BILD“. Wo es zuvor überwiegend Meinungen einzelner Mitarbeiter gab, gibt es jetzt häufiger auch eine einheitliche Blattmeinung.

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