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Anonymisierte Daten : Datenschutz mit Lücken

  • -Aktualisiert am

Fünfzehn demografische Angaben reichen aus, um eine Person zu identifizieren. Bild: Picture-Alliance

Die DSGVO soll Informationen von Bürgern im Netz schützen, doch auch anonymisierte Daten lassen sich eindeutig zuordnen. Wissenschaftler drängen die EU, die Gefahr ernst zu nehmen.

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          Die in der Europäischen Union 2016 in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) soll die Grundrechte der Bürger in der digitalen Welt schützen. Sie regelt, wie Daten verarbeitet werden dürfen und wie identifizierbare, persönliche Daten vor unerlaubten Zugriffen zu bewahren sind. Doch ist das tatsächlich auch der Fall? Drei Forscher von der Université catholique de Louvain und des Imperial College London haben nun herausgefunden, dass dieser Schutz mit Hilfe Künstlicher Intelligenz und maschinellen Lernens ausgehebelt werden kann.

          Die DSGVO verbietet den Handel von personenbezogenen Daten, also „Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen“. Der Zusatz „identifizierbar“ ist wichtig, denn er öffnet eine Hintertür für den Datenmarkt mit anonymisierten „free online datasets“. Diese frei zugänglichen Datensätze werden von Unternehmen und auch Regierungen zur Verfügung gestellt. Auf der Internetseite www.govdata.de werden beispielsweise Daten der öffentlichen Verwaltung in Deutschland gesammelt. Es sind Daten der Kategorien Gesundheit, Verkehr, Energie und vieles mehr. Diese Daten sind anonymisiert. Merkmale wie Name und E-Mail-Adresse sind gelöscht oder pseudonymisiert worden. Unternehmen veröffentlichen allgemein nur eine Stichprobe ihrer Kundendaten. So verringern sie die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person identifiziert werden kann. Aber reicht das?

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