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Plagiatsaffäre : Ko-Autor nimmt Baerbock in Schutz

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Annalena Baerbock hat ein Buch veröffentlicht - nicht zufällig kurz vor Bekanntgabe ihrer Kanzlerkandidatur. Bild: PublicAd

Mehr als fünfzig Plagiatsstellen hat der Gutachter Weber inzwischen im Buch der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock.gefunden. Derweil verteidigt der Journalist und Ko-Autor des Buchs Michael Ebmeyer Baerbock. Er meint, sie habe nichts falsch gemacht. Die Kritik hält er für eine „Kampagne“.

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          In der Plagiatsaffäre um Annalena Baerbocks Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ hat sich zum ersten Mal der Co-Autor der Kanzlerkandidatin der Grünen, Michael Ebmeyer, zu Wort gemeldet. Per Facebook teilte er mit, er habe mit den beanstandeten Stellen in Annalena Baerbocks Buch nichts zu tun. Auch habe es kein Zerwürfnis zwischen ihm und der Grünen-Politikerin gegeben. „Meine Rolle bei der Entstehung des Buchs war die eines Geburtshelfers. So war es von Beginn an abgesprochen, und dabei ist es geblieben. An der Endfassung war ich nicht beteiligt.“

          Die Vorwürfe gegen Annalena Baerbock findet Ebmeyer „scheinheilig“. Es handele sich nicht um ein Fachbuch, sondern um „eine Darlegung der Agenda, mit der die Kandidatin“ antrete und ein Überblick über ihren Weg in die Politik. Ebmeyer spricht davon, es gebe eine Kampagne gegen Annalena Baerbock, bei der auch sein Name in den Dreck gezogen werde. Man dürfe nicht aus den Augen verlieren, dass es Annalena Baerbock und die Grünen seien, die als einzige Partei einen Plan für den Klimaschutz hätten – die dringlichste politische Aufgabe der nächsten Jahre, wie der Ghostwriter meint. Nach Angaben des Gutachters Stefan Weber finden sich in Baerbocks Buch inzwischen mehr als „fünfzig Plagiatsstellen“. Im Gespräch mit dieser Zeitung hat er angekündigt, dass es auf alle Fälle einen Endbericht geben wird. 

          An Annalena Baerbocks Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ hatte es massive Kritik gegeben. Plagiatsspezialisten haben zum jetzigen Zeitpunkt mehr als fünfzig Passagen gefunden, die an anderer Stelle entlehnt oder abgeschrieben worden waren – ohne Quellenangabe. Die Quellenhinweise will der Verlag bei der nächsten Auflage hinzufügen.

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