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Ex-Google-Chef soll sie leiten : Eigene Uni für K.I.-Forscher

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Demnächst Hochschulgründer? Eric Schmidt von Google. Bild: Reuters

Der amerikanische Kongress soll einer neuen Hochschule zustimmen. Sie soll dafür sorgen, dass Tech-Absolventen nicht nur ins Silicon Valley abwandern.

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          Der frühere Google-Vorstandschef Eric Schmidt soll der amerikanischen Regierung helfen, Technologie-Talente für staatliche Stellen zu gewinnen. Eine Bundeskommission schlägt Medienberichten zufolge vor, dafür eine eigene Universität zu gründen. Die Ausbildungsstätte soll „US Digital Service Academy“ heißen und würde in direkte Konkurrenz zu etablierten Universitäten wie Stanford – wo die Google-Gründer Brin und Page studiert haben – oder dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) treten.

          Ziel sei es, voll akkreditierte Abschlüsse in digitalen Feldern wie Cybersicherheit oder Künstlicher Intelligenz anzubieten und Studentinnen und Studenten für die Beschäftigung im öffentlichen Sektor zu gewinnen. Generell zieht es Absolventen aus dem Tech-Bereich in die Privatwirtschaft, speziell ins Silicon Valley.

          Die „National Security Commission on Artificial Intelligence“ (NSCAI), die Schmidt gemeinsam mit dem ehemaligen Verteidigungsminister Robert O. Work leitet, hatte der amerikanische Kongress 2018 in Folge drastisch gestiegener Investitionen Chinas im Bereich Künstlicher Intelligenz geschaffen. Sie soll die Methoden und Mittel prüfen, „die erforderlich sind, um die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, Maschinellen Lernens und der damit verbundenen Technologien voranzutreiben“. „Wir befinden uns in einem gewaltigen Rennen um die K.-I.-Vormachtstellung“, sagte Energieminister Rick Perry auf einer NSCAI-Konferenz bereits im Jahr 2019. „Während ich spreche, bemühen sich China und Russland, uns zu überholen.“

          Eric Schmidt war früher Technologie-Berater des Präsidenten Barack Obama. Dem Kongress die Gründung der Hochschule zu empfehlen, wurde von der K.-I.-Kommission einstimmig beschlossen. Das Kommissionsmitglied Mignon Clyburn sagte, dass jedwede vom Kongress gegründete Institution in der Art der jetzt vorgeschlagenen unbedingt auf Inklusion und Diversität achten müsse: „Talent kommt in vielen Formen vor und an vielen Orten“, so Clyburn. „Wenn die Anwerbung nur dort erfolgt, wo die Straßen asphaltiert sind, werden viele Möglichkeiten und Talente verpasst.“

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