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Fünfte Staffel von „Homeland“ : Amerikas Agentin in Berlin

Im Zeichen des Schleiers: Claire Danes spielt in „Homeland“ die CIA-Agentin Carrie Mathison. Bild: Showtime

Berlin macht sich interessant: Die fünfte Staffel der amerikanischen Serie „Homeland“ wird im Studio Babelsberg gedreht. Ob das auch Folgen für die Handlung hat?

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          Carrie Mathison wird Berlinerin. Will heißen: Die fünfte Staffel der amerikanischen Serie „Homeland“ wird vollständig in Berlin produziert, im Juni beginnen die Dreharbeiten im Studio Babelsberg. Das bestätigte nun der Sender Showtime, der „Homeland“ zuletzt in Südafrika drehen ließ.

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Es ist das erste Mal, dass die Staffel einer amerikanischen Serie vollständig in Deutschland erstellt wird. „Wir drehen im Studio, gehen aber auch richtig nach Berlin rein“, sagte der Babelsberg-Sprecher Eike Wolf der Deutschen Presse-Agentur. Ein Team der „Homeland“-Produktionsfirma Fox 21 ist schon seit einigen Tagen in Berlin, um die Dreharbeiten vorzubereiten. Bei Castings sollen demnächst Komparsen gesucht werden.

          Privatermittlerin in Berlin

          Mit der Wahl des Produktionsstandorts könnte „Homeland“, wie der Produzent Alex Gansa andeutete, sich thematisch nicht nur abermals mit dem Nahen Osten, sondern auch mit dem Konflikt in der Ukraine beschäftigen. Für die CIA wirkt die von Claire Danes gespielte Agentin Mathison in der fünften Staffel von „Homeland“ allerdings nicht mehr, sie soll nun für ein privates Berliner Sicherheitsunternehmen arbeiten.

          Die Serie wird zudem mit einem Zeitsprung fortgesetzt. Zwischen dem Geschehen am Ende der vierten Staffel und den neuen Folgen liegen zwei Jahre, in denen sich für die Protagonistin die Welt einmal gedreht hat. Ihre letzte Station in Afghanistan endete für die CIA-Agentin mit einem Drohneneinsatz, bei dem zahlreiche Unschuldige ums Leben kamen.

          Sie habe den Eindruck, sagte Claire Dane in Interviews, dass die Autoren der Serie ihre Figur ein um das andere Mal mit der nächstgrößeren Zumutung konfrontieren wollten. Das gilt fürs Berufliche ebenso wie für das Privatleben von Carrie Mathison.

          Demnächst telefoniert sie von Berlin aus: Claire Danes als Carrie Mathison

          In der Gesamtschau hat „Homeland“ freilich an Aufmerksamkeit und Renommée eingebüßt. Die anfängliche Begeisterung über die Realitätsnähe der Serie und ihre ausgeklügelte Beschäftigung mit dem, was in den Vereinigten Staaten „War on Terror“ heißt , ist einer gewissen Ernüchterung gewichen, vor allem angesichts der Volten, die sich die Serienmacher mit der Figur des von Damian Lewis gespielten Ex-Soldaten Nicholas Brody erlaubt haben, der nach langer Geiselhaft freikam, sich als Schläfer von Al Qaida entpuppte, bevor er von der CIA dann doch wieder umgedreht werden konnte und ein dramatisches Ende nahm.

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