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„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ : Amazon adaptiert das Leben der Christiane F. als Serie

  • Aktualisiert am

Kann schon jetzt auf ein bewegtes Leben zurückblicken: Christiane Felscherinow Bild: dpa

Rückkehr in den Westberliner-Drogensumpf: Amazon Prime Video will „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ unter der Regie von Philipp Kadelbach als Serie umsetzen.

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          Im Kampf um neue Zuschauer holt Amazon Prime zum nächsten Schlag aus: Zwanzig neue Serien will die Video-on-demand-Sparte des Versandhändlers von 2019 an weltweit auflegen. Darunter findet sich auch ein außergewöhnliches hiesiges Projekt: In Deutschland will Amazon Prime mit Constantin Television die Geschichte „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ verfilmen. Das Buch der „Stern“-Reporter Kai Hermann und Horst Rieck aus dem Jahr 1978 basiert auf aufgezeichneten Gesprächen, die Rieck über mehrere Monate mit der damals fünfzehnjährigen Christiane Felscherinow, besser bekannt als „Christiane F.“, geführt hatte. Darin beschreibt sie, wie sie im West-Berliner Drogensumpf beinahe untergegangen wäre.

          Sophie von Uslar und Oliver Berben sind als Produzenten der Serie angekündigt, Annette Hess („Weissensee“) fungiert als Chef-Autorin, Philipp Kadelbach („Unsere Mütter, unsere Väter“) führt Regie. „In fünfunddreißig Ländern veröffentlicht und in einundzwanzig Sprachen übersetzt, erzählt uns ,Wir Kinder vom Bahnhof Zoo‘ die Geschichte von sechs Kindern, die für ein ungestümes, kompromissloses Lebensgefühl kämpfen. Sie sind keine Opfer. Sie sind stark, jung, mutig und fesselnd“, sagt der Produzent Oliver Berben zur geplanten Adaption. Es sei gelungen, „ungeschönt in ein berauschendes Paradies zu blicken – in dem man auch sterben kann“, zitiert ihn Amazon. Georgia Brown, Direktorin der europäischen Amazon-Prime-Sparte, ist überzeugt, „dass die Hintergründe so aktuell wie eh und je sind und unsere Prime-Mitglieder in ihren Bann ziehen werden“

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