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Am Set der Serie „Genius“ : Ein Genie ist eben ein Mensch

Antonio, pardon, Picasso und die Frauen: Mit der Künstlerin und Autorin Françoise Gilot (Clemence Poésy) verband Pablo Picasso eine tiefe Beziehung auf Augenhöhe. Bis sie endete. Bild: National Geographic/Dusan Martin

In Budapest dreht National Geographic die Serie „Genius“. Antonio Banderas spielt darin Picasso, ohne ihn zu glorifizieren. Und alle reden über die Rolle der Frauen.

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          Draußen leuchtet es rot über der schweren Stahltür: Eintritt vorerst nicht erlaubt. Drinnen steht in der Dunkelheit etwas, das wie ein riesiges, von innen beleuchtetes Puppenhaus mit mehreren Reihen von Holzwänden aussieht. Hinter der äußersten Wand, auf der Pariser Dächer zu sehen sind, wird es eng. Wo Platz ist, lehnen Gemälde, Frauen mit Haarnetzen und schweren Röcken warten schweigend auf ihren Einsatz, am Boden herrscht Kabelgewirr. Im Puppenhaus sind die Arbeitstage neunzehn Stunden lang.

          Elena Witzeck

          Redakteurin im Feuilleton.

          Pablo Picasso steht vor einem Fenster, durch das Licht dringt, kein echtes natürlich, sondern Scheinwerferlicht, das den Tag imitiert. Es ist auch nicht der Original-Picasso, sondern ein beträchtlich gealterter Antonio Banderas, der in dem an eine Pariser Wohnung erinnernden Raum vor sich hin sinniert. Eine Frau mit rundem Bauch betritt mit wiegenden Schritten den Raum. Sie fragt, was ihn beschäftige. Er erwidert, er suche ein universelles Symbol. Es müsste aber instinktiv zu ihm kommen. Sie legt den Arm um ihn und gibt ihm einen Rat.

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