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Alain Finkielkraut wehrt sich : Die Medien sind kein Volkstribunal

Alain Finkielkraut ist der Sohn eines Auschwitz-Überlebenden. Bild: AFP

Nach einer Sendung, in der es um Vorwürfe des Inzests gegen den bekannten Juristen Olivier Duhamel ging, erhob sich gegen Alain Finkielkraut ein Sturm der Entrüstung. Der Philosoph über eine deprimierende Erfahrung.

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          Jürg Altwegg

          Freier Autor im Feuilleton.

          Ich versuche, sie ohne Scheuklappen zu verfolgen. Täglich lese ich den konservativen „Figaro“, die linke „Libération“ und die mutmaßliche Qualitätszeitung „Le Monde“. Natürlich die Nachrichtenmagazine und Zeitschriften. Vor dem Fernseher bediene ich mich der Fernbedienung: Ich zappe zwischen den vier Nachrichtensendern und verfolge viele Debatten.

          Sie sind oft im Fernsehen. Haben Sie den Eindruck, dass Sie sich verständlich machen können?

          Vor einiger Zeit hatte ich beschlossen, nur noch ausnahmsweise an Diskussionssendungen teilzunehmen. Sie sind auf den Schlagabtausch und die Skandalisierung angelegt. Je mehr einer die Nerven verliert, umso höher sind die Einschaltquoten. Das kann dazu führen, dass ein Teilnehmer sein eigenes Denken verrät, weil man ihm systematisch ins Wort fällt und widerspricht.

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