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ARD war gewarnt : „Letzte Generation“ wollte TV-Gottesdienst stören

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Sie nennen es „Klimaprotest“: zwei Mitglieder der Gruppe „Letzte Generation“ haben am 21. Dezember die Spitze des Weihnachtsbaums auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gekappt. Bild: dpa

Aktivisten der „Letzten Generation“ wollten den Weihnachtsgottesdienst der ARD stören. Sie standen vor verschlossenen Türen. Der Sender hat sie ausgetrickst.

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          Pläne von Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation, einen live im ARD-Fernsehen übertragenen Weihnachtsgottesdienst zu stören, sind nach Angaben der Polizei durchkreuzt worden. Da es Hinweise auf die geplante Aktion an Heiligabend in der Auferstehungskirche in Stuttgart-Möhringen gab, wurde der Gottesdienst bereits am Vortag aufgezeichnet, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

          An Heiligabend seien acht Aktivisten der Gruppierung dann mittags vor der Kirche aufgetaucht, um ihre geplante Aktion durchzuführen. Doch sie hätten keine Liveübertragung vorgefunden, sondern ein verschlossenes Gotteshaus. Das Pfarramt habe die Polizei verständigt. Die Beamten stellten bei ihrem Eintreffen noch zwei potenzielle Störer fest, die nach Erteilung eines Platzverweises entlassen worden seien.

          Seit Anfang 2022 blockiert die „Letzte Generation“ Autobahnausfahrten und Kreuzungen in Berlin und anderen Großstädten, um, wie die Gruppierung es nennt, für mehr Klimaschutz zu kämpfen. Hinzu kamen Anschlags-Aktionen in Museen, Stadien, Ministerien, an Flughäfen und an Ölpipelines.

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