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Jubiläum in Krisenzeiten : „CNN ist nicht attackiert worden, weil die Leute uns hassen“

Demonstration gegen die Ermordung von George Floyd vor dem CNN-Hauptqaurtier in Atlanta am 29. Mai. Bild: Imago

Nachrichten rund um die Uhr – und das seit 40 Jahren: Mike McCarthy ist Leiter von CNN International. Im Interview spricht er über die Berichte zu Corona und Rassismus, politische Neutralität, veränderte Sehgewohnheiten und herausragenden Journalismus.

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          Im Juni vor vierzig Jahren ist CNN auf Sendung gegangen: Der erste Nachrichtenkanal, der vierundzwanzig Stunden am Tag sieben Tage in der Woche Programm macht. Fünf Jahre später, im September 1985, begann dann CNN International, auch nach Europa auszustrahlen. Seither hat CNN Büros in allen Teilen der Welt eröffnet, von London aus werden Europa, Afrika und der Nahe Osten betreut, von Hongkong aus Asien. CNN ist ein Lieblingsfeind des amerikanischen Präsidenten, besonders der Washington-Korrespondent Joe Acosta ist Trump verhasst. Dass Acosta zeitweilig die Akkreditierung für das Weiße Haus entzogen wurde, brachte CNN auch die Solidarität seiner Konkurrenten wie Fox News ein. Jüngst versuchte das amerikanische Justizministerium dann ohne Erfolg, kartellrechtlich zu verhindern, dass TimeWarner – und damit CNN – vom Konzern AT&T übernommen wird. Auch das wurde als politisch motiviert gewertet. Jedenfalls steht der Sender derzeit wohl politisch schärfer konturiert da als je zuvor in seiner Geschichte – in der CNN mit seiner Berichterstattung aus Kriegen, von Katastrophen und Anschlägen stilbildend war. Ein Gespräch mit Mike McCarthy, dem Chef von CNN International in Atlanta.

          Tobias Rüther

          Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Wenn Sie auf die vierzigjährige Geschichte Ihres Senders zurückschauen: Welches Ereignis sticht für Sie dann journalistisch heraus?

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