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2,5 Prozent mehr : ARD und ZDF melden ihren Finanzbedarf an

Geht es nach ARD und ZDF, ist eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags unerlässlich. Bild: dpa

Einige Länderchefs hatten sich gegen eine deutliche Erhöhung des Rundfunkbeitrags ausgesprochen. Jetzt melden die Öffentlich-Rechtlichen ihren Finanzbedarf an – und nehmen für sich in Anspruch, fleißig zu sparen.

          ARD, ZDF und Deutschlandradio haben am Donnerstag bei der Gebührenkommission Kef ihren sogenannten Finanzbedarf für die Jahre 2021 bis 2024 angemeldet. Sie berechnen bei der Teuerung ihres Personalaufwands eine Steigerung von 2,5 Prozent pro Jahr, bei den Kosten fürs Programm eine Steigerungsrate von 2,49 Prozent.

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Bei den Personalkosten liege man somit unter den Tarifabschlüssen des öffentlichen Dienstes, teilten die Anstalten mit. Sie nehmen für sich in Anspruch, bereits fleißig eingespart zu haben. Die ARD will bis 2020 etwa 4800 Stellen und bis 2024 390 weitere abgebaut haben. Allein die „Strukturreform“ habe Einsparungen von 311 Millionen Euro gebracht, sagte der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm. Das ZDF teilte mit, man werde bis 2020 562 Vollzeitstellen abgebaut haben. Das Deutschlandradio wird nach Angaben des Intendanten Stefan Raue im Zeitraum zwischen 2017 und 2028 rund vierzehn Millionen Euro an Kosten eingespart haben. Die Personalstärke der Sender belief sich zuletzt insgesamt auf 41.500 „Vollzeitäquivalente“, die Einkünfte aus dem Rundfunkbeitrag betrugen rund acht Milliarden Euro pro Jahr.

          Die Anmeldung sei „verantwortungsbewusst, mit Blick auf den Programmauftrag und den Beitragszahler“, sagte der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm. Wie sich die Finanzwünsche der Sender auf die Höhe des Rundfunkbeitrags niederschlagen, wird sich erst nach der Prüfung durch die Kef erweisen. Die Kommission unterbreitet den Ministerpräsidenten einen Vorschlag, wie der Beitrag ausfallen soll.

          Mit einer deutlichen Erhöhung des zurzeit bei 17,50 Euro pro Monat liegenden Beitrags wird allgemein gerechnet. Doch hatten einige Länderchefs, zuletzt der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), dagegen Vorbehalte geäußert. Nach ihrem letzten Treffen hatten die Ministerpräsidenten die Sparbemühungen der Öffentlich-Rechtlichen als unzureichend bezeichnet. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, Malu Dreyer (SPD), hatte freilich eine „moderate“ Beitragserhöhung nicht ausgeschlossen.

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