TV-Kritik „Maybrit Illner“ : Das „Roma-Problem“ der EU

„Armut auf Wanderschaft. Wie viel Freizügigkeit können wir uns leisten?“, so lautete das Thema bei Maybrit Illner. In der Diskussion wurde deutlich: Es kommt auf die Perspektive an.
Eine Frage ist gestern Abend bei Maybrit Illner allerdings nicht gestellt worden: Wie macht das eigentlich der Libanon? Er hat seit Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien 1,2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen – und zwar bei 4,5 Millionen Einwohnern. Diese Dimensionen hat Deutschland in seiner Geschichte auch einmal erlebt. Nämlich nach Ende des Zweiten Weltkriegs bei der Integration der Vertriebenen aus den ehemaligen Ostgebieten und der Auslandsdeutschen wie dem Sudetenland. Im Vergleich dazu ist die aktuelle Zuwanderung in einige deutsche Kommunen wie Duisburg eine vernachlässigbare Größe. Die Duisburger Stadtverwaltung spricht in einer Großstadt mit 500.000 Einwohnern von etwa 10.000 Zuwanderern aus Rumänien und Bulgarien, die meisten Armutsflüchtlinge. Damit meint man die Roma.





