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Medien : NDR-Kulturchef Schreiber verteidigt Afghanistan-Film

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Die Reportage „Das Massaker in Afghanistan“ des Iren Jamie Doran wird von Zeugen bestätigt, sagte Schreiber.

          Zu den Vorwürfen des amerikanischen Außenministeriums im Zusammenhang mit der für Mittwoch im Ersten Programm der ARD vorgesehenen Ausstrahlung der Dokumentation "Das Massaker in Afghanistan" des Iren Jamie Doran hat sich Thomas Schreiber, der Leiter des Programmbereiches Kultur im NDR Fernsehen, zu Wort gemeldet.

          Schreiber sagte wörtlich: „Alle Augenzeugen, die in der Dokumentation über die Vorgänge im
          Gefängnis von Sheberghan und am Ort des Massengrabes in Dasht-i-Leili zu sehen sind, berichten übereinstimmend, dass amerikanische Soldaten an diesen beiden Orten anwesend waren.“

          Der Sprecher des US-Außenministeriums Larry Schwartz hatte dpa zufolge erklärt, dass die Aussagen der ARD-Dokumentation vollständig falsch und bereits widerlegt seien. Das steht nach Auskunft Schreibers im Widerspruch zu Angaben des Pentagons, wonach bisher „keine Untersuchung der Vorgänge durch die US-Streitkräfte stattgefunden hat.“

          Zur zweifelsfreien Aufklärung des Falls wären nach Ansicht Schreibers eine interne Untersuchung des amerikanischen Verteidigungsministeriums sowie die Exhumierung der Massengräber, die Obduktion der Leichen und die Identifikation der Toten durch das UNHCR nötig.

          Die ARD wird den Film "Das Massaker in Afghanistan - haben die Amerikaner zugesehen?" von Jamie Doran am Mittwoch, 18. Dezember, um 21.55 Uhr Im Ersten ausstrahlen.

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