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Selbstversuch: Der Maigret-Marathon : Warum ich jede Woche einen Maigret-Roman lesen werde

Bild: Natascha Vlahovic, FAZ.NET

Den Kommissar nicht zu kennen, sei ein Unglück, sagen die Maigret-Fans. Sie schwärmen von seiner Präsenz, seiner Methode, sich irgendwie in die Verdächtigen einzufühlen, von dem lakonischen Stil seines Autors Simenon. Ist diese Schwärmerei ansteckend? Ein Selbstversuch in 75 Bänden.

          Bis jetzt habe ich noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Was ich darüber weiß, weiß ich von Enthusiasten: Den Kommissar nicht zu kennen, sei ein Unglück, sagen sie, sie schwärmen von seiner Präsenz, seiner Methode, sich irgendwie in die Verdächtigen einzufühlen, von dem lakonischen Stil seines Autors und so weiter und so weiter. Also in etwa das, was man von jedem Fan jeder Krimiserie zu hören kriegt.

          Tilman Spreckelsen

          Redakteur im Feuilleton.

          Was mich lockt? Einmal dieses Monumentale, dieser Kosmos von 75 Romanen, mundgerecht unterteilt in Bände von überschaubaren 140 bis 200 Seiten. Wer so lange durchhält, wer so lange sein Publikum findet, an dem muss doch etwas sein (andererseits gibt es natürlich den Geisterjäger John Sinclair mit gefühlten 10.000 Titeln, aber das ist ein anderer Fall). Zweitens sind die Bände mit festem Einband, Lesebändchen und eingedruckten Karten, die Simenons Hausverlag nun sukzessive herausbringt, schon sehr hübsch. Und drittens will ich herausfinden, ob der Satz, an den ich fest glaube, auch nach ein paar Wochen noch gilt - der Satz: Ich kann ja jederzeit aufhören.

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