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Privatschulen für Mädchen : Töchter unter sich

Fiktionales Ideal: In der Verfilmung von „Hanni und Nanni“ aus dem Jahr 2010 mit Hannelore Elsner geht es nicht um Leistungen in Mathe oder Chemie. Bild: Mauritius

Mädchenschulen sind noch immer beliebt. Doch der Nutzen der Geschlechtertrennung bleibt umstritten: Sollten nicht gerade Schulen ganz verschiedene Kinder zusammenbringen? Und haben Mädchen wirklich so andere Bedürfnisse?

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          Dem Klischee nach müsste es auf dem Schulhof der Marienschule in Offenbach eher ruhig zugehen. Tut es an diesem Nachmittag auch, was mit der Pandemie zu tun hat – und nicht damit, dass die Marienschule nur von Mädchen besucht wird. Über Mädchenschulen wird seit Jahrzehnten gestritten: Während die Befürworter in der Schule einen Schutzraum sehen, der Mädchen zu einer besseren Entfaltung ihrer Talente verhilft, befürchten die Gegner, in dem Konzept manifestierten sich Geschlechterklischees noch zusätzlich.

          An der Marienschule, zu der ein Gymnasium, eine Förderstufe, eine Realschule und eine Berufsfachschule gehören, spielen solche Überlegungen auf den ersten Blick eine untergeordnete Rolle. Fünf Mädchen verschiedener Klassenstufen, von der fünften Klasse bis zur Oberstufe, sitzen in einem Klassenraum und erzählen, warum sie und ihre Eltern sich für die Marienschule entschieden haben. Alle fünf Schülerinnen schwärmen von der Atmosphäre, die ihnen schon am Tag der offenen Tür gefallen habe. „Es gibt hier ein Gefühl von Zusammenhalt“, sagt Amelie, die im nächsten Jahr Abitur macht. Diesen Eindruck habe sie auch jetzt noch, viele Jahre nach ihrer Entscheidung für die Schule.

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