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Literatur : Umberto Eco: „Es ist ein komisches Buch“

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Umberto Ecos neuer Roman kommt in den italienischen Buchhandel. Beim Schreiben, kokettiert der Schriftsteller, habe er sich doch glatt in die „fiktive Dame“ seines Buches verliebt.

          Der italienische Schriftsteller Umberto Eco, 68, hat einen neuen Roman geschrieben. Das über 500 Seiten starke Buch „Baudolino“ kommt an diesem Mittwoch mit einer Startauflage von 300 000 Exemplaren in Italien auf den Markt. Nach italienischen Zeitungsberichten soll Eco („Der Name der Rose“) erstmals autobiografische Elemente verarbeitet haben.

          Die deutsche Ausgabe soll im Herbst 2001 im Münchner Hanser Verlag erscheinen. Als letzter Eco-Roman war bei Hanser „Die Insel des vorigen Tages“ erschienen. Der deutsche Titel von Ecos jüngstem Werk stehe noch nicht fest.

          „Ich erzähle von meiner norditalienischen Geburtsstadt Alessandria und habe versucht, den Dialekt der Menschen nachzuahmen - es ist ein komisches Buch“, verriet der Autor der römischen Zeitung „La Repubblica“. Der legendäre Schutzpatron von Alessandria, San Baudolino, verwandelt sich in dem Roman in einen unverfrorenen Schelm, der Lügenmärchen erzählt und von unglaublichen Abenteuern in fernen Ländern berichtet.

          Die Geschichte dreht sich zudem um einen mysteriösen Mord und die Liebe Baudolinos zur weiblichen Protagonistin. „Beim Schreiben habe ich mich tatsächlich in die fiktive Dame verliebt, während sich doch eigentlich mein Romanheld verlieben sollte“, kokettiert Eco. Seinen bisher letzten großen Roman „Die Insel des vorigen Tages“ hatte Eco vor sechs Jahren veröffentlicht.

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