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Literatur : Schreiben und Denken: Pulitzer-Preis-Segen

  • Aktualisiert am

Michael Chabon freut sich über den Pulitzer-Preis Bild: AP

Michael Chabon und David Auburn erhielten die seit 1917 verliehenen Pulitzer-Preise für Literatur und Theater.

          1 Min.

          Die amerikanischen Schriftsteller Michael Chabon und David Auburn sind mit den diesjährigen Pulitzer-Preisen für Literatur und Theater ausgezeichnet worden. Auch der Lyriker Stephen Dunn wurde mit der angesehenen Auszeichnung gewürdigt. Das Preiskomitee der Columbia University gab an diesem Montag in New York zugleich zahlreiche Auszeichnungen von Redakteuren und Reportern von amerikanischen Tageszeitungen bekannt.

          Der 38-jährige Chabon erhielt den renommierten Preis für seinen jüngsten Roman „The Amazing adventures of Kavalier & Clay“. Im deutschsprachigen Raum ist er vor allem durch seinen Bestseller „Die Geheimnisse von Pittsburgh“ bekannt geworden. Der 31-jährige Dramatiker Auburn wurde für sein im letzten Jahr am Off-Broadway erfolgreiches Theaterstück „Proof“ geehrt. Im Mittelpunkt der Familiensaga steht eine junge Frau, die mit dem Nervenzusammenbruch ihres Vaters, eines Mathematikers, fertig werden muss.

          Ehr- und Geldsegen

          Der 61-jährige Dunn erhielt den mit 7 500 Dollar dotierten Pulitzer-Preis für seine Gedichtsammlung „Different Hours“. Auch der Politologe Hebert P. Blix, der mehr als 30 Jahre in Japan tätig war, gehört zu den Geehrten. Er erhielt den Preis für eine Dokumentation über den Kaiser mit dem Titel „Hirohito und die Entstehung des modernen Japan“. Den Pulitzer-Musikpreis bekam John Corigliani für seine Symphony No. 2 for String Orchestra.

          Pulitzer-Preise für journalistische Leistungen gingen unter anderem an die Zeitungen „Miami Herald“, „New York Times“, „Wall Street Journal“ und „Chicago Tribune“. Ein Redaktionsteam und ein Fotograf des „Miami Herald“ wurden für die Berichterstattung über die Auslieferung des kubanischen Flüchtlingsjungen Elian Gonzales geehrt.

          Berichterstatter der „New York Times“ bekamen den Preis für kritische Artikel über das US-Steuersystem und über die immer noch problematischen Rassenbeziehungen in den USA. Das „Wall Street Journal“ erhielt den nach dem Verleger Joseph Pulitzer benannten und seit 1917 vergebenen Preis für Berichte über die Verfolgung der Falun-Gong-Religionsgemeinschaft in China. Für Reportagen über politische Unruhen und Seuchen in Afrika wurde die „Chicago Tribune“ geehrt.

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