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Literatur : Rowohlt-Verlag gibt das „Kursbuch“ auf

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Der Rowohlt Verlag Berlin will die Literaturzeitschrift „Kursbuch“ aufgeben. Das „Kursbuch“, 1965 gegründet von Hans Magnus Enzensberger, finde keine neuen Leser mehr, so die Begründung.

          Der Rowohlt Verlag Berlin will die Literaturzeitschrift „Kursbuch“ aufgeben. Das bestätigte Rowohlt-Verleger Alexander Fest der „Berliner Zeitung“ (Samstagausgabe). Das „Kursbuch“ finde keine neuen Leser mehr.

          „Das scheint das Unternehmen einer Generation gewesen zu sein. So schön die Texte sind, man muß auch Leser haben“, sagte Fest. Die Zahl der Abonnenten sei stetig und schnell gesunken auf zuletzt 2400, die Werbung sei kaum auf Resonanz gestoßen.

          Mitherausgeber Tilman Spengler kritisierte, „das Wort Werbung im Zusammenhang mit den Bemühungen des Rowohlt Verlages kann ich nur ironisch verstehen“. Bis Mitte kommenden Jahres sollen dem Bericht zufolge noch drei Hefte bei Rowohlt Berlin erscheinen.

          Laut Spengler, der seit 25 Jahren das „Kursbuch“ mitherausgibt, läuft die Suche nach einem neuen Verlag. Das „Kursbuch“ sei in seiner Geschichte „beständiger als manche Verlage“. Die 1965 von Hans Magnus Enzensberger gegründete Zeitschrift hatte in siebziger Jahren den Angaben zufolge Auflagen von 50.000 Exemplaren erreicht.

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