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Leistungsschutzrecht : Anzeigetafel

  • Aktualisiert am

In der Debatte um das Leistungsschutzrecht positioniert sich Google erneut. Bild: dpa

Google will den Verlagen auch nach der Umsetzung der EU-Urheberrechtsreform nichts zahlen - und weiß den Weg dafür.

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          Der Internetkonzern Google weiß, wie er auf die kürzlich vom Europäischen Parlament beschlossene EU-Urheberrechtsreform reagiert: In Frankreich als erstem Mitgliedsland, in dem die neuen Regeln der Richtlinie recht bald in nationales Recht umgesetzt werden und greifen könnten, wird der OnlineKonzern die Anzeige der kleinen „Snippet“-Vorschauen auf Pressebeiträge streichen und kein Geld für die Darstellung von Links mit Überschriften in der Websuche zahlen.

          Verlage hätten gemäß dem in der EU-Richtlinie formulierten Leistungsschutzrecht einen Anspruch auf Lizenzzahlungen von Google. „Wir verkaufen Anzeigen und keine Suchergebnisse – und jede Anzeige bei Google ist klar gekennzeichnet“, sagte der zuständige Google-Manager Richard Gingras am Mittwoch. „Deshalb zahlen wir nicht an Verleger, wenn Leute auf deren Links in Suchergebnissen klicken.“ Das anders zu handhaben würde die Auswahl und Relevanz für die Nutzer verringern „und schließlich zum Verlust deren Vertrauens in unsere Dienste führen“, sagte Gingras.

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