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Anfang der zwanziger Jahre noch wenig bekannt und bemüht, sich einen Namen zu machen, produzierte der Künstler zwischen 1922 und 1924 mehr als vierhundert Aquarelle: „Frau mit gelbem Hut (Meta)“ von Otto Dix aus dem Jahr 1923. Bild: Picture-Alliance/VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Kunstmarkt-Krise 1923 : Das Objekt für den Verkauf nicht zu groß gestalten

  • -Aktualisiert am

Als 1923 die Inflation in Deutschland explodierte, traf das trotz der Flucht in Sachwerte auch den Kunsthandel hart. Wie Galeristen und Künstler auf die Krise reagierten.

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          Die Lage am Kunstmarkt ist außerordentlich ernst, wenn auch nicht hoffnungslos. Ausstellungen sind stets unrentabel gewesen, heute aber derart unerschwinglich, dass bei der Knappheit der Mittel sich bedauerlicherweise die Pionierarbeit des deutschen Kunsthandels – die großen Optimismus charakterisiert – nicht fortsetzen lässt. Die Sorge um Löhne und Steuern drücken den Kunsthändler genau wie jeden Kunstfreund außerordentlich schwer.“ So äußerte sich der Direktor der 1818 in Dresden gegründeten Galerie Ernst Arnold gegenüber der angesehenen Zeitschrift „Das Kunstblatt“ im Herbst 1923.

          In Deutschland wütete die Hyperinflation, und die Zeitschrift hatte verschiedene Kunsthändler und Kunstkritiker zu „Wirtschaftslage und Aussichten des Kunstmarktes“ sowie deren möglichem Effekt auf das Kunstschaffen befragt. Der Kunsthändler Friedrich Lutz, der erst zur Jahreswende 1922/23 seine Galerie „Lutz & Co“ an feiner Adresse Unter den Linden in Berlin eröffnet hatte, sah es ähnlich: „Die gegenwärtige Lage des Kunstmarktes entspricht der allgemeinen Wirtschaftslage, die als schwankend bezeichnet werden muss. Es liegt, im Ganzen genommen, kein Grund vor, optimistisch zu sein, und doch hat, wie Sie wissen, immer nur der Optimist recht.“ Besonders sorgte man sich um die Absatzmöglichkeiten für Nachwuchskünstler, die „komplizierter und schwieriger“ geworden seien.

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