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Vorschau: Lempertz : Und Rosso leuchtet so schön

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Was Licht und Farbe bewirken können, zeigen einige der Werke auf der Auktion moderner Kunst bei Lempertz in Köln.

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          Der 1.Dezember steht bei Lempertz in Köln im Zeichen der zeitgenössischen Kunst; 237 Lose kommen zum Aufruf. Dabei sind einige Arbeiten der Op-Art aus den Sechzigern und Siebzigern. Der Wirkung von Licht und Farbe auf den Betrachter spürt Carlos Cruz-Diez in seiner aus Kunststoff-Lamellen bestehenden „Physichromie No.381“ von 1968 nach (Taxe 40.000/60.000 Euro). Ähnliche Interessen verfolgt die Drucke-Mappe „SP(Homage to the Square)“ von 1967, die das malerische Hauptwerk von Josef Albers aufnimmt (Taxe 35.000/45.000). Victor Vasarely übt sich dagegen im Verzicht auf Farbe in seiner Temperamalerei auf Holz „AFANegativ“ von 1957/62 (30.000/40.000; die „Liturgie colorée“, ein Diptychon des belgischen Malers Jef Verheyen aus den 1970er Jahren, rangiert bei 50.000 bis 60.000 Euro.

          „Industrielle Elfen“ heißt Albert Oehlens Ölgemälde auf Holz von 2001; die Abrechnung mit dem scheinbar chaotischen Informel soll 150.000 bis 200.000 Euro einspielen. Für die wuchtige Skulptur „ViertaktIII“, die das Berliner Künstlerpaar Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff 1969 aus Chromnickelstahl schuf, liegt die Taxe bei 80.000 bis 90.000 Euro. Agostino Bonalumis ausgestülpte Leinwand „Rosso“ von 1971 entwickelt durch sanfte Lichtreflexe skulpturale Qualitäten (75.000/85.000). Höhere Erwartungen kennzeichnen zuvor die Auktion mit Moderne am 30.November.

          Das Spitzenlos, Picassos „Homme nu couché“, eine Farbkreidezeichnung auf Velin aus dem Jahr 1967, ist auf 360.000 bis 400.000 Euro taxiert. Zwei Papierarbeiten von Joan Miró werden ebenfalls hohe Preise zugetraut: „SolitudeIII/III“, im April 1960 auf Karton gemalt, ist eine Komposition aus dunklem Rot und sanftem Gelb (280.000/320.000), die Gouache „Souvenir du Parc Montsouris“ von 1937 erinnert an Mirós Heimatstadt Barcelona, die er ein Jahr zuvor wegen des Bürgerkriegs verlassen musste (200.000/240.000). Kandinskys kühl wirkende Gouache „La forme tournée“ von 1937 ist mit 200.000 bis 250.000 Euro beziffert. Lempertz erwartet für die Lose der Moderne 5,1 Millionen Euro; die Zeitgenossen sollen gemäß mittlerer Taxe 3,05 Millionen Euro einspielen.

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