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Vorbericht : Der Vorleser

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Leo Spik in Berlin bietet Kunst und Antiquitäten. Bei den Gemälden aus dem 18. Jahrhundert fällt eine Kaminszene Moritz Müllers mit jugendlichem Personal ins Auge, so spannend kann das gemeinsame Lesen sein.

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          Auf dem prächtigen Rokoko-Hüftbild von Georg Lisiewsky ist jedes Detail majestätisch in Szene gesetzt: Henriette Maria Prinzessin von Württemberg thront in perlgrauer Staatsrobe mit reichen Stickereien und mit einem Hermelinmantel umgelegt vor einem Samtkissen, auf dem die Herzogskrone drapiert ist. Vor ihr auf einem Stuhl hockt ein etwas gelangweilter Mops. Das Bildnis aus dem 18. Jahrhundert ist Spitzenlos der Auktion mit Kunst und Antiquitäten vom 4. bis zum 6. Oktober bei Leo Spik in Berlin (Taxe 15.000 Euro). Von Moritz Müller kommt eine charmante Szene zweier junger Mädchen in Tracht vom Herdfeuer beleuchtet zum Aufruf; gebannt hören sie einem Jungen zu, der aus dem Eulenspiegel vorliest: „Der Vorleser“ von 1846 soll 8000 Euro einspielen.

          Kapitale „Todesreiter“

          Heroisch auf monumentalem Format von 3,6 mal 1,7 Metern stürmen apokalyptische „Todesreiter“ von Herbert Arnold aus dem Jahr 1825 heran (4500). Das Gemälde war 1913 Teil der Großen Berliner Kunstausstellung. Für Liebhaber norddeutscher Landschaften lohnen Paul Müller-Kaempfs reetgedecktes Bauerngehöft „Bei Ahrenshoop“ (7500) und Walter Moras „Sommertag in Mecklenburg“ (6000). Die höchste Schätzung unter den Skulpturen trägt der römische Porträtkopf von Titus Pomponius Atticus, einem Freund Ciceros und Cäsars: Die 25 Zentimeter hohe Marmor-Skulptur ist auf 15.000 Euro geschätzt. Entdecken lässt sich im rund 2500 Lose umfassenden Angebot ein 45 Zentimeter hohes chinesisches Keramik-Pferd mit Reiter aus der Tang-Dynastie (4000).

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