https://www.faz.net/-gqz-afr1j

„Various Others“ in München : Sei Gast in meiner Galerie

  • -Aktualisiert am

Bei Klüser 2 ist die Berliner Galerie Kuckei + Kuckei zu Gast und präsentiert Werke von Lilly Lulay. Hier: „f18str0ro7la. jpg“ aus der Serie Zeitreisende, Collage aus digitalen und analogen Photographien. Bild: Lilly Lulay und Galerie Klüser, Munich

Münchner Galerien, Museen und Institutionen laden mit ihrem Herbstprogramm „Open Art“ zum Besuch. Zu Gast sind diesmal auch Galeristen-Kollegen aus der ganzen Welt.

          1 Min.

          Bereits zwei Wochen vor dem traditionellen Münchner Galerienstart ins Herbstprogramm „Open Art“, also mit der Absicht einer Alleinstellung, eröffnete an diesem Wochenende die Kunst­offensive „Various Others“. Zum vierten Mal erarbeiteten Galerien, Museen, Institutionen und Off-Spaces, insgesamt 28 Teilnehmer, mit großem Aufwand ein Programm, das die Außenwahrnehmung von Münchens Bedeutung als Standort zeitgenössischer Kunst unterstreichen will.

          Die wichtige Rolle von Netzwerken im Kunstbetrieb betont das Motto „Be my guest“, auch diesmal luden Galeristen Kollegen aus aller Welt ein: Nir ­Altman führt mit Crèvecœur aus Paris und der Wiener Galeristin Sophie Tappeiner vier Künstlerinnen zu einer multimedialen Schau in seinen neuen Räumen zusammen. Bei Klüser 2 gastiert Kuckei + Kuckei aus Berlin mit Lilly Lulays versponnenen Ausflügen in die Auswirkungen digitaler Sphären auf unser Leben. Bei Knust Kunz zog Norma Mangione aus Turin mit analoger „Italianità“ ein, wie sie Werke von Francesco Barocco oder Mario Merz ausmachen. Nagel Draxler hat Besuch von der Night Gallery aus Los Angeles, die Khari Johnson-Ricks mitbringt; der Künstler collagiert fiktive Bildräume aus Papier zu fantastischen Habitats für Menschen und Tiere. Bis zum 10.  Oktober läuft das Begleitprogramm von Various Others mit Künstlergesprächen, Führungen, Buchvorstellungen. Zu den Highlights zählen ein vom Museum Brandhorst initiiertes Instagram-Livegespräch mit Ed Ruscha oder die Sound Performances „Atmospherics“ im Haus der Kunst.

          Ebenfalls an diesem Wochenende eröffnete der Münchner Kunstverein mit einer Schau von Bea Schlingelhoff, die seine Komplizenschaft mit den Nationalsozialisten unter die Lupe nimmt. Olaf Nicolais ortsspezifische Intervention „Oskar, eine Camouflage“ lässt den Max-Mannheimer-Platz vorm NS-Dokumentationszentrum unter einem Tarnmuster vermeintlich verschwinden, das auf einen Entwurf Oskar Schlemmers von 1941 zurückgeht.

          Weitere Themen

          Endspurt um die Botschaft

          Nach dem letzten Triell : Endspurt um die Botschaft

          Angesichts überschaubarer Gesamtzuschauerzahl waren die Marktanteilswerte bei der Zielgruppe im Alter bis 49 Jahre bemerkenswert. Nach dem dritten Triell ringen die Deuter um das Ergebnis.

          Topmeldungen

          Mitarbeiter einer lokalen Wahlkommission leeren am Sonntag eine Wahlurne in einem Wahllokal in Moskau.

          Duma-Wahl : Ließ Putin mit E-Voting das Wahlergebnis fälschen?

          Einiges Russland ist laut offiziellen Zahlen der klare Sieger der Duma-Wahl. Doch die Auszählung der online abgegebenen Stimmen deutet auf Betrug hin. Die Opposition spricht von „irrwitzigen Ergebnissen“.
          Der Zug ist abgefahren: Verkehrsminister Scheuer konnte sich nicht für eine weitere Amtszeit empfehlen.

          Verkehrspolitik : Scheuer aufs Abstellgleis

          Verkehrsminister Andreas Scheuer hat vieles vergeigt – und manches bewegt. Fest steht: In der nächsten Legislaturperiode muss sich einiges ändern. Es braucht einen Neustart in der Verkehrspolitik.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.