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Auktion : Der Hofnarr Fröhlich

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Am 2., 3. und 9. September findet auf Schloss Ahlden die Spätsommer-Auktion mit Kunst und Antiquitäten statt. Eine Vorschau

          Buntes Treiben herrscht auf Otto Pippels Ölgemälde „Münchner Wirtsgarten“, das als eines der Toplose zur Taxe von 26 000 Euro in der Spätsommer-Auktion von Schloss Ahlden zum Aufruf kommt, die am 2., 3. und 9. September stattfindet. Die vergnügte Atmosphäre fängt Pippel dank impressionistischer Malweise ein, die er an den Akademien in Karlsruhe und Dresden lernte. Sein Zeitgenosse Max Slevogt bedient sich auf seinem Bild „Buwi Griesinger mit Ausblick über Neukastel“ ebenfalls der pastosen Darstellung: Im Vordergrund ist das Profil des Neffen von Slevogts Jugendfreundin Antonie Finkler zu sehen, im Hintergrund die Weite der Rheinebene, in die es den Maler immer wieder zog (Taxe 28 000 Euro). Otto Modersohn wiederum setzte mit seiner „Wiesenlandschaft am Abend“ von 1939 dem idyllischen Dörfchen Fischerhude im Bremer Umland ein Denkmal, in das er, ein Mitbegründer der Worpsweder Künstlerkolonie, 1908 übersiedelt war (14 500). Mit einer Erwartung von 35 000 Euro ist die in Feinmalerei ausgeführte Szenerie aus dem 19. Jahrhundert „Abendliches Treiben auf dem Grote Markt in Den Haag bei Kerzenschein“ von Petrus van Schendel das Spitzenlos unter den Gemälden.

          In der Skulpturen-Sparte sticht Fritz Klimschs „Mädchen mit Tuch/ Weibliche Figur“ von 1913 hervor – als ein bisher unbekannter Lebzeitenguss, wie durch den Gießerstempel belegt (25 000). Bei den Antiquitäten überzeugen besonders die etwa zwanzig Zentimeter großen Meissener Porzellan-Gruppen „Harlekin mit Komödiantin“ von 1745 (17 000) und „Hofnarr Fröhlich und Schmiedel“ von 1741 (38 000), beide entworfen von Johann Joachim Kaendler. Ein mit reichem Chinoiserie-Dekor verzierter, um 1720 entstandener Lack-Kabinettschrank ist mit höfischen Szenen, exotischen Figuren und allerlei Tieren geschmückt (12 000).

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