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Auktionen in New York : Sotheby’s kommt mit Moderne gut an

Das zweithöchste Ergebnis des Hauses bei einer Auktion mit Impressionismus und Moderne hat Sotheby’s bei den diesjährigen Mai-Auktionen in New York eingefahren. Im Mittelpunkt? Spitzenreiter Van Gogh.

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          Mit einem Umsatz von 368 Millionen Dollar erzielte Sotheby’s in New York das bisher zweithöchste Ergebnis des Hauses in einer Auktion mit Impressionismus und Moderne; im November 2014 waren es 422 Millionen. Teuerstes Werk wurde erwartungsgemäß Van Goghs „L’Allée des Alyscamps“ aus seiner Zeit in Arles, das einem asiatischen Bieter bei 59 Millionen Dollar zugeschlagen wurde, mit Aufgeld bezahlte er 66,3 Millionen, die Schätzung lag auf Anfrage bei vierzig bis sechzig Millionen. Es wird berichtet, dass der Käufer ein paar Reihen vom Pult des Auktionators Henry Wyndham entfernt im Saal saß, in schwarzer Lederjacke und Turnschuhen, und in sein Smartphone flüsterte. Nach der Veranstaltung wollte er sich nicht äußern. Sein Einkauf, Van Goghs Allee von 1888, wurde laut dem „Art Newspaper“ zuletzt 2003 von einem japanischen Sammler für 11,8 Millionen Dollar verkauft. Es ist bestimmt nicht das strahlendste Werk des Künstlers, aber angesichts der relativen Seltenheit am Markt gilt: Ein Van Gogh ist ein Van Gogh ist ein Van Gogh.

          Rose-Maria Gropp
          Redakteurin im Feuilleton.

          Picassos Françoise-Gilot-Porträt „Femme au chignon dans un fauteuil“ aus der Sammlung des Hollywood-Moguls Samuel Goldwyn ging bei 26,6 Millionen Dollar (Taxe 12/18 Millionen) an Wang Zhongjun, den Chairman und Mitbegründer des chinesischen Unterhaltungsgiganten Huayi Brothers. In diesem Fall wird einmal mehr sichtbar, dass ein Bild nicht nur zur Trophäe taugt wegen seines Schöpfers oder Preises, sondern weil ihm die Aura einer Herkunft anhaftet, in die sich der Käufer identifikatorisch mit einhüllen möchte. Das Spitzenbild unter den angebotenen Monets, „Nymphéas“ von 1905, ging an einen amerikanischen Privatsammler bei 48 Millionen Dollar (Taxe 30/45 Millionen). Asiatische Käufer bedienten sich bei drei der fünf Spitzenlose, und sie trugen zum Gesamtergebnis mehr als dreißig Prozent bei.

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