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Rekord bei Sotheby’s-Auktion : 110,5 Millionen Dollar für ein Kunstwerk

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So viel wurde noch nie für das Werk eines Künstlers aus Amerika gezahlt: Bei einer Auktion in New York bietet ein japanischer Milliardär mehr als 100 Millionen Dollar für ein Bild von Jean-Michel Basquiat – und liefert kurz darauf eine Begründung für sein Gebot.

          Ein Milliardär aus Japan zahlt eine Rekordsumme für moderne Kunst: Für 110,5 Millionen Dollar (99,4 Millionen Euro) erhielt er bei einer Auktion am Donnerstag in New York den Zuschlag für ein Bild des verstorbenen afroamerikanischen Künstlers Jean-Michel Basquiat. Laut Auktionshaus Sotheby’s ist dies der höchste Preis, der jemals bei einer Versteigerung für das Werk eines Künstlers aus den Vereinigten Staaten gezahlt wurde, und der höchste Preis für ein nach 1980 entstandenes Werk überhaupt.

          Bei dem Käufer des Bilds „Untitled“, das ein totenkopfartiges Gesicht auf einer großen Leinwand zeigt, handelt es sich um den 41-jährigen Japaner Yusaku Maezawa. Im Online-Netzwerk Instagram präsentierte er sich auf einem Foto mit der Neuerwerbung. „Als ich diesem Bild zum ersten Mal begegnet bin, war ich so angeregt und so dankbar“, schrieb er dazu.

          Der verstorbene Jean-Michel Basquiat

          Maezawa hatte bereits im vergangenen Jahr einen Basquiat für 57,3 Millionen Dollar ersteigert und damit einen neuen Rekord für diesen Künstler aufgestellt. Das neue Rekordbild „Untitled“ war zunächst auf 60 Millionen Dollar veranschlagt worden, Maezawa lieferte sich dann aber einen Bieterwettbewerb mit einem anderen Interessenten, wodurch der Preis immer weiter stieg. Die Besucher im Auktionssaal nahmen den Zuschlag mit Jubel und Applaus auf. Der Verkäufer hatte das Bild 1984 zum Preis von 19.000 Dollar erworben.

          Basquiat war 1960 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren worden, er war haitianisch-puertoricanischer Abstammung. Er starb 1988 mit nur 27 Jahren an einer Überdosis Drogen. Seine Werke erzielten in den vergangenen Jahren immer höhere Erlöse.

          „Es ist definitiv außergewöhnlich, mit einem derart jungen Werk die 100-Millionen-Dollar-Grenze zu brechen“, sagte der Abteilungsleiter für zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s, Gregoire Billaut. „Ich habe noch nie so viele Emotionen in einem Gemälde gesehen. Er zeigt etwas, das davor nie gesehen wurde.“ Der Chef von Sotheby’s Europa, Oliver Barker, sagte über Basquiat: „Er steigt nun auf ins Pantheon der ganz großen Künstler.“

          Mit der Versteigerung von Werken moderner Künstler erzielte Sotheby’s in New York allein am Donnerstag 319 Millionen Dollar. Am Vortag hatte das Auktionshaus Christie’s in der Stadt mit einer ähnlichen Versteigerung 448 Millionen Dollar erzielt.

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