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Rekordverkauf bei Christie’s : Drei Pferdchen

Die Auktion mit Impressionismus und Moderne bei Christie’s hielt eine große Überraschung bereit: Franz Marcs „Drei Pferde“, eine kleine Gouache auf Karton, erzielte das Vierfache ihres Schätzpreises.

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          Franz Marcs „Drei Pferde“ aus dem Jahr 1912 sind bei Christie’s in London in der Auktion mit Impressionismus und Moderne für 13,5 Millionen Pfund zugeschlagen worden. Die 33,5 mal 47,5Zentimeter kleine Gouache auf Karton kostet mit Aufgeld 15,4 Millionen Pfund, knapp 17,5 Millionen Euro; die Schätzung lag bei 2,5 bis 3,5 Millionen Pfund.

          Rose-Maria Gropp

          Redakteurin im Feuilleton, verantwortlich für den „Kunstmarkt“.

          Den Rekordpreis für Franz Marc in einer Auktion bewilligte, gegen unter anderem die Acquavella Galleries, der amerikanische Kunsthändler Jeffrey Loria; er ließ verlauten, dass er das Werk für seine private Sammlung gekauft hat. Die Taxe darf als defensiv bezeichnet werden, angesichts der anhaltenden Begeisterung für den deutschen Künstler und die Qualität und Geschichte dieser „Drei Pferde“.

          Marc schenkte sie 1912 Karl Ernst Osthaus; 1922 erwarb sie das Museum Folkwang in Essen von Osthaus. Die Nationalsozialisten entfernten das Bild 1937 aus dem Museum als „entartet“, kein anderer als Hildebrand Gurlitt kaufte es 1941. Im Stuttgarter Kunstkabinett Ketterer wurde es 1951 anonym versteigert an Kurt H.Grunebaum in New York, durch Erbgang kam es an die jetzigen Einlieferer.

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