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Rekordpreis für Maria Lassnig : Wilde Tiere sind kostspielig

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Das Gemälde "Wilde Tiere sind gefährdet" von Maria Lassnig wurde am 23. Juni 2021 im Auktionshaus Dorotheum in Wien für 1 378 000 Euro versteigert. Bild: Dorotheum//VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Sieben Jahre nach dem Tod der Malerin: Fast 1,4 Millionen Euro sind der höchste Auktionspreis, der je für ein Werk eines österreichischen zeitgenössischen Künstlers erzielt wurde.

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          Das Gemälde „Wilde Tiere sind gefährdet“ von Maria Lassnig (1919 bis 2014) wurde am 23. Juni 2021 im Auktionshaus Dorotheum in Wien für 1 378 000 Euro versteigert. Dies ist der höchste Auktionspreis, der je für das Werk eines österreichischen zeitgenössischen Künstlers erzielt wurde. Das 2 mal 3 Meter große Hochformat aus dem Jahr 1980 sicherte sich ein Interessent am Telefon. Er setzte sich gegen einen Online-Bieter aus Großbritannien durch. Einlieferer war die H.M.Z. Privatstiftung

          Als das Werk 1985 in der ersten großen Retrospektive der Malerin im Museum des 20. Jahrhunderts in Wien ausgestellt wurde, schrieb Peter Gorsen, langjähriger Kunstkritiker der F.A.Z.,  im Katalog: „Man sieht eine als Mars gekennzeichnete Symbolfigur auf einer anderen Figur reiten, die durch ihre Fortbewegung auf einer Lafette als ausgebeutetes Arbeitstier und 'Kanonenfutter' kenntlich gemacht ist. Der Dressurakt wird in der grünen Landzone der unteren Bildhälfte durch eine mörderische Szene ergänzt, die unschwer als eine allegorische Chiffre der Ausrottung von Exoten und des fortgesetzten Lebensentzugs der Bevölkerung in diesem Kontinent gelesen werden kann.“

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