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Rekord im Dorotheum : Alter Flame

  • -Aktualisiert am

Ein neuer Rekord für einen alten Flamen und weitere Ergebnisse der Auktion mit Werken alter Meister und des 19. Jahrhunderts.

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          Im Wiener Dorotheum wurde das prächtige Tafelbild „Anbetung der Könige“ von Pieter Coecke van Aelst für 900.000 Euro zugeschlagen. Das Altarwerk des flämischen Manieristen mit der Taxe von 400.000 bis 600.000 Euro überzeugte auch durch seine Provenienz, hing es doch von 1840 an im Schloss von König Wilhelm II. der Niederlande. Coecke van Aelsts Gemälde war Spitzenlos der ersten Auktion im Dorotheum, bei der via „Live Bidding“ im Internet mitgeboten werden konnte. Erfolg hatten auch die vier bestens erhaltenen Passionsbilder, die das andere Spitzenlos der Alten Meister bildeten: Als „Süddeutsche Schule“ ausgewiesen, konnten die um 1490 entstandenen Teile eines Flügelaltars 670.000 Euro (Taxe 500.000/600.000) erzielen. Vom Caravaggisten Jusepe de Ribera überzeugte ein heiliger Joseph, der aus Adelsbesitz frisch auf den Markt kam. Das vor schwarzem Hintergrund leuchtende Gesicht wurde mit stattlichen 480.000 Euro (250.000/350.000) honoriert. Aus dem neapolitanischen Barock überzeugte das bislang unpublizierte Gemälde „Lot und seine Töchter“; das farbschöne Hochformat erbrachte 320.000 Euro (200.000/300.000). Unterhalb seiner Bewertung von 300.000 bis 500.000 Euro verblieb Anthonis van Dycks „Kopf einer Frau“, der schon bei 255.000 Euro den Besitzer wechselte. Der Affentanz der „Allegorie auf die Tulipomanie“ von Jan Brueghel d. J. erreichte dagegen 280.000 Euro (250.000/350.000).

          Bei der Offerte zum 19. Jahrhundert reüssierte das Covergirl des Katalogs, nämlich Eugen von Blaas’ Frauenbildnis „Begrüßung am Morgen“. Die 1893 entstandene Schlafzimmerszene mit Katze spielte taxkonforme 150.000 Euro (120.000/180.000) ein. Das Licht der Côte d’Azur strahlt auf Olga Wisinger-Florians „Gartenweg des Riviera Palace Hotel bei Monte Carlo“ von 1906, das für gute 110.000 Euro (75.000/95.000) abgesetzt werden konnte. Keine Nachfrage ernteten die italienischen Orientalisten: Pietro Luchinis „Dame aus Konstantinopel“ (100.000/150.000) und Alberto Pasinis Basarszene (150.000/200.000) blieben liegen.

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