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Publikation : Dickes Buch: Das „Zentralarchiv“ gratuliert dem Kölner Kunstmarkt

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Mit einem Prachtband zu Ehren der 50. Art Cologne widmet sich das Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels einem halben Jahrhundert Kölner Kunstgeschichte

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          Auf mehr als 400 Seiten präsentiert das Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels (Zadik) zur 50. Art Cologne seinen Band mit einer prachtvolle Bilder- und Informationssammlung zur ältesten Kunstmesse der Welt. 1967 riefen die beiden Kölner Galeristen Hein Stünke und Rudolf Zwirner den „Ersten Kunstmarkt Köln“ ins Leben. 25 Jahre später waren beide Kunsthändler bei der Gründung des Zadik ausschlaggebend: Stünke als einer von zwei Gründungsvätern und Zwirner als erster Leiter des Archivs. Die Institution hat sich der Bewahrung und Erschließung der Nachlässe von Kunsthändlern, Galeristen und Sammlern verschrieben. Im „Kunstmarkt“ dieser Zeitung stellt das Zadik seit 1999 besondere Trouvaillen aus seinen umfangreichen Beständen vor.

          Der Jubiläumsband „Art Cologne 1967-2016“ gleicht einer Zeitreise durch die Kunstgeschichte: Im Jahr 1970 protestiert Joseph Beuys mit der Auktion „Wir betreten den Kunstmarkt“ vor der Kölner Kunsthalle, sieben Jahre später schockieren Marina Abramovic und ihr damaliger Partner Ulay mit ihrer Ohrfeigen-Performance das Publikum. Damien Hirsts in Formaldehyd schwebender Tigerhai sorgt 1993 auf der Sonderausstellung der „Young British Artists“ für Aufsehen, genauso wie der Fotografie-Fund des Galeristen Rudolf Kicken; er hatte dreißig Originalabzüge der Porträts von August Sander aus den zwanziger Jahren entdeckt.

          Jedem der 49 Jahre sind mehrere Doppelseiten im Buch gewidmet, gefüllt mit zahlreichen Abbildungen vom Messegeschehen, erläuternden Dokumenten und Einführungstexten, Zitaten von Künstlern oder Galeristen und nicht zuletzt Zeitungsausschnitten zur damaligen Berichterstattung. Eine der schönsten Schlagzeilen fiel der Wochenzeitung „Die Zeit“ im dritten Jahr 1969 ein: „Tut Geld in eure Beutel - Von der heimlichen zur unheimlichen Kunsthandelsmetropole“.

          „Art Cologne 1967-2016. Die Erste aller Kunstmessen“, Verlag Walther König, 38 Euro.

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